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Protest für das Peenetal

Stolpe Protest für das Peenetal

Mehrere Verbände unterstützen die Forderung nach Radwegen.

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Bürgermeister Marcel Falk

Quelle: rainer decke

Stolpe. Der Verkehrsclub Deutschland ist dabei. Auch die Grünen und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club haben ihre Teilnahme zugesagt. Am 22. Juni wollen Menschen aus den Gemeinden im Peenetal für den Bau von Radwegen demonstrieren.

In der Region gebe es auch mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung keinen straßenbegleitenden Radweg entlang der stark befahrenen Bundesstraße 110 von Jarmen bis Anklam, kritisierte gestern der Bürgermeister der Gemeinde Stolpe, Marcel Falk. Auch nördlich der Peene, zwischen Gützkow und Quilow, fehle solch ein Weg.

Aus Falks Sicht sprechen gleich mehrere Gründe für den Radwegebau in dieser Gegend: Da sei zum einen das zum Naturpark erklärte Flusstal, das auch für den sanften Tourismus entwickelt werden solle.

Zum anderen würden Radwege benötigt, damit Menschen, die in den Dörfern des Peenetals Zuhause sind und kein Auto haben, gefahrlos in andere Orte gelangten.

Mehrere Versuche, Land und Bund für den Bau von Radwegen im Peenetal zu gewinnen, schlugen fehl. Verkehrsbehörden hätten erklärt, das Fahrzeugaufkommen zwischen Jarmen und Anklam sei zu gering, um einen Radwegbau zu rechtfertigen. Touristiker wiederum hätten gemeint, ein Radweg entlang einer Bundesstraße sei nicht optimal für Erholungssuchende. Im Peenetal, dessen Kern, das Flussgebiet, zum Naturpark erklärt wurde, dürfte es allerdings kaum alternative Strecken geben, meinte Falk gestern. Ein Radweg entlang einer Straße sei auch für Touristen allemal besser als gar keiner. Um der Forderung nach Radwegen Nachdruck zu verleihen, beabsichtigen Falk und andere, am Aktionstag im Juni die B 111 kurzzeitig zu blockieren. Ohne Radwege, betonte der Bürgermeister noch einmal, komme die touristische Erschließung des Peenetals voran. Vorhandene Infrastruktur könnte den Bach runtergehen, bliebe es beim jetzigen Notstand. Die einzige Fähre über die Peene, in Stolpe, rechnet sich seit Jahren nicht, weil es, auch der fehlenden Infrastruktur wegen, zu wenig Ausflügler gibt.

jes

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