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Ostvorpommern Protest im Peenetal
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Protest im Peenetal
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00:00 19.03.2013
Für das Peenetal ist ein Radweg die Aorta.“Marcel Falk, Bürgermeister in Stolpe
Stolpe

Im Peenetal braut sich was zusammen: Nach erfolglosen Versuchen, Land und Bund für den Bau von Radwegen zu gewinnen, blasen hier mehrere Gemeinden zum Protest. Mit einer Fahrrad-Demo, informierte gestern Marcel Falk, Bürgermeister von Stolpe, wolle man am 22. Juni sowohl die Landesstraße von Gützkow über Lüssow nach Ziethen als auch die Bundesstraße 110 für den Verkehr blockieren.

Falk ist Vorsitzender des Vereins Vorpommersche Dorfstraße. Dem gehören die Kommunen Kölzin, Groß Polzin, Schmatzin, Karlsburg, Wrangelsburg, Ziethen und Murchin nördlich der Peene, die Städte Anklam und Gützkow, Jarmen und Loitz sowie die Gemeinden Postlow, Stolpe, Liepen, und Neetzow südlich der Peene an. Unter dem Dach des Vereins bemühen sie sich seit längerem um den Aufbau eines Radwegenetzes. Denn das, erklärte Marcel Falk, sei das A und O, um das Peenetal für Wanderer und Radler zu erschließen.

Bis heute allerdings tut sich nichts. „Seit mehr als einem Jahr herrscht absolute Funkstille, geht vom Land gar keine Initiative mehr dafür aus“, beklagt Falk, der wegen der Radwegeproblematik mehrfach in Schwerin vorstellig wurde. „Wenn es um die Rettung von Werften geht, ist Geld da. Für unsere Gegend jedoch hat man nichts übrig!“ Lange genug, so Marcel Falk, hätten sich die Peenetal-Kommunen in Geduld geübt und hinhalten lassen. Nun wollten sie ein Zeichen setzen. „Da sind wir uns einig.“

Schon der Aufbau eines Wanderwegenetzes im Peenetal war seinerzeit ins Stocken geraten, bevor er überhaupt begonnen werden konnte. Die Landesregierung hatte zwar Fördermittel für den Bau eines zweieinhalb Kilometer langen Wanderweges von Anklam nach Stolpe in Aussicht gestellt, dann aber festgestellt, dass das Projekt nicht im dafür zuständigen Ministerium anhängig war. In der Prioritätenliste des Kreises für den Bau von Wegen steht besagter Wanderpfad an erster Stelle. Doch der Kreis ist pleite. Gemeinden, die sich vorab bereit erklärten, das Vorhaben finanziell zu unterstützen, zogen sich wegen finanzieller Schwierigkeiten wieder zurück.

Im Landesstraßenbauamt ließ man Falk abblitzen: Für den Bau von Radwegen sei schlichtweg kein Geld da. Ohne Radwege, sagt Falk, käme die touristische Erschließung des Peenetals und seiner Kommunen aber nicht voran. Auch bereits vorhandene Infrastruktur könnte den Bach runtergehen, bliebe es beim jetzigen Notstand. Die einzige Fähre über die Peene, in Stolpe, rechnet sich seit Jahren nicht. „Wenn ich keine Radler nach Stolpe kriege, kann ich die bald nicht mehr aufrecht erhalten“, sagt Falk. Er und andere hoffen nun, dass viele sich ihrem Protest anschließen.

Kontakt: ☎ 0162/ 7726734

Sven Jeske

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