Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ostvorpommern Rätselraten um schnelles Internet
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Rätselraten um schnelles Internet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:30 27.12.2014
Ein Techniker der Telekom beim Anschließen von Breitband-Leitungen. Quelle: Telekom

Technisch auf dem neuesten Stand und trotzdem hinterm Mond? Eine Erfolgsmeldung der Telekom hat in der 2300-Seelen-Gemeinde Neuenkirchen Ratlosigkeit und Empörung ausgelöst. Anfang Dezember teilte das Unternehmen öffentlich mit, dass gut 600 Haushalten und Betrieben der Kommune nördlich von Greifswald ab sofort schnelles Internet zur Verfügung stünde. Sie könnten mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde im Netz surfen. Und das sei nicht alles. Neu installierte Technik mache das Netz in der Gemeinde so leistungsfähig, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig funktionierten. Dafür habe man fast drei Kilometer Glasfaserkabel neu verlegt und einen neuen Knotenpunkt aufgebaut.

Kaum vermeldet, gab es erste Einwände von Bürgern. Joachim Griep aus Leist II wies daraufhin, dass das neue schnelle Internet sein Örtchen gewissermaßen links liegen lasse. Die neue Leitung sei 50 Meter von seinem Haus weg verlegt worden, ohne dass es eine Anschlussmöglichkeit für ihn gebe. Aus Leist I meldete sich kurz darauf Stephan Marbach. Die Nachricht der Telekom könne nicht stimmen, in seinem Dorf könne niemand auf das schnelle Internet zugreifen.

Georg von Wagner, für unsere Region zuständiger Pressesprecher der Telekom AG, mag das Alles nicht glauben. Man gebe keine Erfolgsmeldung heraus, wenn die technischen Voraussetzungen dafür nicht gegeben seien, stellte er klar. Im Falle Neuenkirchens sei technisch alles in Ordnung. Gleiches gelte für Leist I und II. Allerdings: Ganz ohne weiteres sei das eingerichtete schnelle Internet tatsächlich nicht nutzbar. „Die Menschen dort müssen über einen Anschluss der Telekom verfügen und in den Telekom-Partnershop in Neuenkirchen (expert Elektrofachmärkte) gehen, um dort eine Erweiterung ihres Vertrags in Auftrag zu geben“, informierte er. Wer nicht Kunde bei der Telekom sei, müsse zuallererst Kunde bei ihr werden. Dann erst könne der Betreffende den Zugang zum schnellen Internet der Telekom in Auftrag geben.

Stephan Marbach ist Kunde der Telekom. Doch dass er seinen Vertrag mit dem Unternehmen erst ändern muss, um mit hoher Geschwindigkeit im Netz surfen zu können, wusste er bis Dienstag nicht. „Wir haben kein Schreiben erhalten, dass uns darauf hinweist.“ Dem Rat folgend, sich zwecks Vertragsänderung an einen für ihn zuständigen Telekomshop zu wenden, begab sich Marbach noch vor Weihnachten in den expert-Markt in Neuenkirchen. Die Auskunft dort ernüchterte ihn: Von einem schnellen Internet für Neuenkirchen wüsste man nichts.

Es könne sein, dass das Vertriebssystem noch nicht auf das schnelle Internet eingestimmt ist, gibt Telekom-Sprecher Wagner zu bedenken. Er werde sich um die Sache kümmern, beteuerte er.

Viele sollen profitieren
Mehr als 25000 Haushalte in Greifswald und den angrenzenden Gemeinden Dersekow, Diedrichshagen, Hinrichshagen, Levenhagen, Neuenkirchen, Wackerow und Weitenhagen (allesamt Amt Landhagen) sollen vom Aufbau des schnellen Internets durch die Telekom profitieren können. Das Engagement basiert auf einer Vereinbarung mit der Hansestadt.



Sven Jeske

In nicht einmal zwei Jahren wurde die vom Verfall gezeichnete Dorfkirche weitgehend instandgesetzt.

24.12.2014

Nach Neuenkirchen hat eine weitere Kommune im Greifswalder Umland das sogenannte Stiefelgeld für aktive Mitglieder ihrer Freiwilligen Feuerwehr eingeführt.

24.12.2014

Gelbe Zöpfe, blaue Knopfaugen, Pausbäckchen im kreisrunden Gesicht: 2015 soll Lubmins neues Maskottchen, ein Mädchen mit einem Zeitungsschiffchen auf dem Kopf, auch als Figur erhältlich sein.

23.12.2014
Anzeige