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Rosenduft und Blütenpracht

Düvier Rosenduft und Blütenpracht

Das Luiseum Franke in Düvier bei Loitz verzaubert die Sinne – Heute und morgen kann man es besuchen

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Der Hingucker bei Luise und Werner Franke: blühende Pfingstrosen – manche sind 90 Jahre alt.

Quelle: Sven Jeske

Düvier. Diese Pfingstrosen! Wie kleine flauschige Bälle wirken ihre Blüten. Zartrosa und weiß leuchten sie im Garten von Werner und Luise Franke. 2500 Quadratmeter ist der groß. Die Pfingstrosen aber sind nicht zu übersehen. In diesem Jahr haben sie ihrem Namen keine Ehre gemacht. Später als andere ihrer Gattung liefen sie zur Höchstform auf. Rechtzeitig allerdings, um Besucher am heutigen „Tag der offenen Gärten“ zu bezaubern.

Werner und Luise Franke laden zum zweiten Mal auf ihr Anwesen ein. Das befindet sich, von Greifswald über Dersekow und Sassen kommend, rechterhand etwa 200 Meter vor dem Dorf Düvier. Eigentlich wohnt das Paar in Rostock. In dieser Jahreszeit aber ist der Garten sein zweites Zuhause. Werner Franke (68) ist mit ihm groß geworden. „Der Garten ist ein alter Familienbesitz“, sagt er. „Er gehörte schon meinen Großeltern und meinen Eltern.“ Letztere hätten hier zu DDR-Zeiten Osterglocken, Erdbeeren und Schlangengurken „in ganz großem Stil“ angebaut. „Vieles davon verkauften sie auf dem Markt in Greifswald.“

Der Garten habe damals entsprechend ausgesehen, schildert Franke. „Lange Beetreihen und Gewächshäuser durchzogen das Gelände.“ Noch heute gibt es hier Beete mit Erdbeeren und Kartoffeln, bauen Frankes Salat und Kohl an. Dominiert aber wird der Garten von gepflegten Rasenflächen, ausgedehnten Rabatten mit Stauden und Rosen, Hecken und vielen Obstbäumen.

Letztere sind das Steckenpferd von Werner Franke: In einem Lehrgang erfuhr er, wie man Obstbäume veredelt. Einen Klarapfelbaum bestückte er so mit Zweigen sechs anderer Apfelsorten. Dazu nahm er einjährige Triebe der jeweiligen Sorten und fügte sie an einen Stummelast des zu veredelnden Baums. Zuvor versah er sowohl die Triebe als auch den Stummelast mit einem bis zu sechs Zentimeter langen Schnitt, setzte sie aufeinander und fixierte sie mit Bast und Baumwachs. Auf diese Weise hat es Werner Franke in seinem Garten auf immerhin 30 Apfelsorten an 20 Bäumen gebracht. Und es sollen noch mehr werden.

Für Besucher hat der rüstige Ruheständler alle Apfelbäume und -sorten ausgeschildert. So können sie die ganze Vielfalt nachvollziehen. Nicht ausgeschildert ist das Alter der Pfingstrosen. Manche in Frankes Garten bringen es auf sage und schreibe 90 Jahre. Woher Werner Franke das weiß? „Meine Großeltern haben sie aus Schleswig-Holstein mitgebracht, 1925, als sie zunächst auf den Darß zogen.“ Wie schon erwähnt: Frankes Garten ist alter Familienbesitz.

120 Menschen sahen sich im vergangenen Jahr in ihm um. Das hat Frankes angenehm überrascht. „Nach all dem gärtnerischen Tun anderen zeigen zu können, was man hat, ist Bestätigung und Motivation zugleich“, sagt Werner Franke. Für ihn ist die Gartenarbeit der späte Ausgleich eines beruflichen Lebens am Schreibtisch. „Ich will nicht Briefmarken sammeln im Alter. Ich will körperlich aktiv sein“, stellt Franke klar. Und so wird er seinem Garten die Treue halten, so lange er kann. Wird weiterhin Obstbäume veredeln, Gemüse anbauen, Rabatten säubern, Hecken beschneiden... Und sich auf den „Tag der offenen Gärten“ freuen.

Luiseum Franke, 2500 Quadratmeter Garten bei Düvier, zu sehen heute und morgen von 10 bis 18 Uhr

Hier ist es auch schön

Gartenreich Otto in Kühlenhagen bei Katzow: nach ökologischen Aspekten gestalteter Garten mit einheimischen Blütenpflanzen-Raritäten.

Garten Wollert in Zarnekow bei Karlsburg: 4500 Quadratmeter großer Garten mit altem Baumbestand, Bachlauf und kleinem Teich.

Bio-Kräutergärtnerei Gottschling in Guest bei Diedrichshagen: 1000 Quadratmeter mit Heil-, Küchen-, Gewürz- und Teekräutern sowie seltenen Gemüsearten.

Feng Shui Garten in Neeberg (Insel Usedom): lauschige Plätze, zarte Düfte. Acht Zonen mit Blumen-, Wasser-, Stauden- und Steingarten.

alle Gärten geöffnet heute und morgen, 10 - 18 Uhr

Sven Jeske

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