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Ostvorpommern Schiff durchkreutzt Theaterstück
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Schiff durchkreutzt Theaterstück
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00:00 12.09.2013
Anklam

Nicht nur Regen störte das Open-Air-Spektakel „Die Peene brennt“ der Vorpommerschen Landesbühne am Dienstagabend an ihrem Stammsitz in Anklam.

Der zweite Teil hatte gerade begonnen, als die Aufmerksamkeit der Zuschauer zunehmend durch ein nahendes Flusskreuzfahrtschiff abgelenkt wurde. Nicht gerade lautlos hatte es sich, die Einfahrtsverbote ignorierend, dem schmalen Peenestück genähert, zu dessen beiden Seiten die Theaterleute ihr Stück spielten. Über die Peene waren feste Stahlseile gespannt, an denen später Engel von einem Peeneufer zum anderen schweben sollten. Auf dem Oberdeck des Flusskreuzers befanden sich der Schiffsführer und eine illustre Schar von Gästen, die augenscheinlich ihre Plätze im festlich erleuchteten Salon unter Deck verlassen hatten und jetzt im Angesicht des Theaters emsig fotografierten.

„Unsere Zuschauer fanden das ja vielleicht noch beeindruckend, aber wir bekamen es mit der Angst zu tun“, schildert Inspizientin Cornelia Flesch die Situation, in der nun auch die Akteure zunehmend unruhig wurden. Diese spitzte sich zu, als das Schiff mit dem Namen „Princess“ sich langsam den Seilen näherte. „Wie ein Hochhaus schob es sich zwischen die Bühnen. Ich hatte den Eindruck, die Gäste waren extra hierher gefahren worden, damit sie etwas Besonderes erleben“, gibt die Inspizientin ihre Mutmaßungen preis. Akteure, die sich in kleinen Booten auf der Peene befanden seien gegen den Kai gedrückt worden. Sie habe über Funk den Technischen Direktor informiert — wenig später sei das Schiff ganz langsam zurückgefahren. „Da waren wir alle sehr erleichtert“, so Cornelia Flesch.

Wie sich herausstellte, ist die MS „Princess“ zurzeit im Auftrag des Reiseveranstalters 1AVista in der Region unterwegs. Üblicherweise hat sie dabei nicht mehr als 100 Gäste an Bord. Gechartert wurde das Schiff bei der niederländischen Reederei Adelle. Deren Geschäftsführer Cor Giljam bedauert den Zwischenfall. Gemeinsam mit dem Schiffsführer, der auch Miteigentümer der MS „Princess“ ist, weist Giljam jedoch die Schuld für den Theaterauftritt des Schiffes zurück. „Wir haben bis zum 11. September für sechs Wochen eine Genehmigung der Stadt Anklam, an dem hinter der Holzbrücke liegenden Bollwerk anzulegen“, sagt Kapitän Kevin Dietermann, der die Störung ebenfalls bedauerte.

Die Stadt habe leider nicht darüber informiert, dass hier Theater gespielt werde. „Als ich das bemerkte bin ich ganz vorsichtig zurückgefahren und habe am Werkgelände angelegt. Für unsere Gäste war der Landgang um die Eisenbahnwagen kein Vergnügen“, bedauert der Niederländer.

Angelika Gutsche

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