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Schloss Ludwigsburg braucht viele Helfer

Ludwigsburg Schloss Ludwigsburg braucht viele Helfer

Der Förderverein öffnet sich jetzt für neue Mitglieder – Weitere Weichenstellungen sind vonnöten

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Schloss Ludwigsburg: Der Förderverein ist nun offen für neue Mitstreiter.

Quelle: Ingolf Wegner

Ludwigsburg. Wird die Rettung der historischen Guts- und Schlossanlage in Ludwigsburg zur Sache vieler? Der Förderverein – zuletzt ein kleiner, abgeschotteter Zirkel – will sich für die Allgemeinheit öffnen. Das sei das Ergebnis der letzten Sitzung, teilte Vereinsmitglied Sebastian Sack mit. Er selbst begrüße die Absicht, neue Mitglieder aufzunehmen und somit handlungsfähiger zu werden.

Entscheidend für die Rettung des vom Verfall bedrohten Schlosses werde sein, „eine Struktur zu finden, die die Mitarbeit vieler fachlich versierter und einflussreicher Menschen ermöglicht“, hatte erst kürzlich der CDU-Landtagsabgeordnete Egbert Liskow betont. Er machte deutlich, dass es nicht bei den jetzigen Eigentumsverhältnissen bleiben könne, sollen weiterhin öffentliche Gelder in die Instandsetzung der Anlage investiert werden.

Der über 420 Jahre alte Schlossbau in Ludwigsburg ist das einzige erhalten gebliebene Herrschaftshaus des früheren Herzogtums Pommern-Wolgast (1295-1474 sowie 1532-1625). Er ist im Besitz der Nachkommen der letzten, bis 1945 im Schloss lebenden Gutsherrenfamilie. Die erklärten unlängst, ihren Besitz in eine Stiftung oder Verwaltungsgesellschaft überführen zu wollen, knüpfen dies allerdings an Bedingungen, die umstritten sind.

Gut 600 000 Euro sollen private Geldgeber, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, das Land und die Sparkassen-Stiftung seit 1997 in die Instandsetzung des Schlossbaus gesteckt haben. Weitere Millionen, heißt es, wären vonnöten, um dem einstigen Herrensitz wieder Glanz zu verleihen. In einem vom Wirtschaftsministeriums geförderten neuen Konzept wird empfohlen, die Schlossräume für Tagungen und Veranstaltungen sowie eine Gaststätte herzurichten. Prognostizierte Kosten: mehr als vier Millionen Euro. „Ohne eine öffentliche Förderung wird das nicht gehen“, gibt Landtagsabgeordneter Egbert Liskow zu bedenken. Er hofft auf entscheidende Weichenstellungen auch seitens der Schlossbesitzer und des Fördervereins in den kommenden fünf bis zehn Monaten. „Bis zum Jahr 2021 noch läuft das EU-Programm zur Förderung des ländlichen Raums, das auch für die Sanierung von Schloss Ludwigsburg genutzt werden könnte. Was die EU Mecklenburg-Vorpommern danach zugesteht, wissen wir nicht“, macht Liskow deutlich.

„Der Erhalt der Schlossanlage liegt uns sehr am Herzen“, beteuert Sebastian Sack vom Förderverein. Schloss Ludwigsburg sei ein einzigartiges Kulturgut und eines der wenigen noch erhaltenen Renaissanceschlösser in Mecklenburg- Vorpommern. Mit zusätzlichen Mitgliedern könnte der Verein dazu beitragen, das Ensemble bekannter zu machen. „Wir brauchen schlichtweg Hände vor Ort“, sagt Sack.

„Leute, die ab und an bereit sind, Besucher durch die Anlage zu führen, ihnen auch einen Kaffee anzubieten. Die helfen, den Kräutergarten zu pflegen oder hier und da aufräumen. Einfach Menschen, die mitmachen wollen.“

Sonnwendfeier vor dem Schloss

Am längsten Tag des Jahres , am Dienstag, 21. Juni, wird auf dem Hof von Schloss Ludwigsburg gefeiert. Der Förderverein lädt ab 20.30 Uhr zur Sonnwendparty mit Livemusik, Führung und Mittsommernachtsfeuer ein. Von 20.30 bis 22 Uhr spielt das Greifswalder Duo „Rabengesang“ Musik von früher bis heute auf historischen Instrumenten, zum Zuhören und Mitsingen. In einer Pause werden alte Mitsommernachtsbräuche erklärt, die Besucher können essen, trinken und sich durch den Kräutergarten am Schloss führen lassen. Höhepunkt der Veranstaltung soll gegen 22 Uhr das Entzünden eines großes Mitsommernachtsfeuers sein.

Sven Jeske

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