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Ostvorpommern Schnelles Internet für 20 Gemeinden
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Schnelles Internet für 20 Gemeinden
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00:00 02.08.2016
Um das schnelle Internet auf dem Land hinzubekommen, wird man nicht allein auf Glasfaser bauen können. Auch Kupferkabel und Funk werden hier und da einbezogen. Quelle: fotolia

Gützkow, Bandelin und Gribow bekommen es. Auch Wrangelsburg, Züssow und Karlsburg, Lubmin, Brünzow und Wusterhusen: Mehr als 20 Gemeinden um Greifswald, Wolgast und Anklam sollen bis Ende 2018 mit schnellem Internet versorgt werden.

In Gützkow haben

wir nur 16 Megabite

pro Sekunde.“Peter Schmidt, Stadtvertreter

25 Millionen Euro hat der Bund dafür bewilligt. Um die verschuldeten Kommunen durch den Breitbandausbau nicht weiter zu belasten, eilt das Land ihnen mit weiteren Millionen zu Hilfe. In Gützkow, Wolgast und Lubmin überreichte Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) gestern entsprechende Förderbescheide. Weitere will das Innenministerium demnächst erstellen.

Im Oktober 2015 hatte die Bundesregierung eine flächendeckende Internetversorgung Deutschlands mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabite pro Sekunde beschlossen und ein entsprechendes Förderprogramm auf den Weg gebracht. Der Landkreis bewarb sich daraufhin zunächst mit drei Regionen in den Ämtern Züssow, Anklam-Land, Am Peenestrom und Lubmin um Bundesmittel.

Wie Internet-unterversorgt weite Gebiete im Norden Vorpommern-Greifswalds sind, machten gestern Gemeindevertreter aus den Ämtern Züssow und Anklam-Land deutlich: „In Neetzow haben wir Übertragungsraten von sechs Megabite pro Sekunde und weniger“, erklärte Bernd Gladrow, Bürgermeister der Gemeinde Liepen. Gerademal acht Megabite seien es in und um Stolpe, machte Marcel Falk, Bürgermeister der Gemeinde Stolpe bei Anklam, deutlich. Auch die Stadt Gützkow lasse in Bezug auf die Internetverbindung zu wünschen übrig, merkte Stadtvertreter Peter Schmidt an. „Wir haben nur 16 Megabite pro Sekunde.“

Der nun erfolgende Aufbau des schnellen Internets im ländlichen Raum sei auch wichtig, um Gemeinden wirtschaftlich voranzubringen, machte Vize-Landrat Jörg Hasselmann (CDU) gestern deutlich.

Investoren schreckten bislang davor zurück, aufs Land zu gehen, weil es dort vielerorts keine stabilen Internetverbindungen gebe.

Um Unternehmen für eine Ansiedlung im ländlichen Raum zu gewinnen, werde es punktuell notwendig sein, Breitbandanschlüsse einzurichten, die höhere Übertragungsraten ermöglichten als die allgemein beschlossenen 50 Megabite pro Sekunde, gab Infrastrukturminister Christian Pegel zu bedenken. Möglicherweise müsse man dazu bestehende Gewerbegebiete entsprechend aufrüsten.

Nach der erfolgreichen Bewerbung der ersten drei Regionen um Bundesmittel für den Breitbandausbau hat der Landkreis nun Bewerbungen für weitere Gebiete, darunter auch die Insel Usedom, auf den Weg gebracht. Laut Minister Pegel will der Bund Ende August, Anfang September über die Vergabe weiterer Fördermittel für den Breitbandausbau entscheiden. Aus Mecklenburg-Vorpommern lägen dafür 64 Projektanträge vor. „Sollten nicht alle berücksichtigt werden, gehen wir in die folgenden Bewerbungsrunden“, machte Pegel deutlich. In punkto Breitbandausbau habe M-V Aufholbedarf und sei zugleich das dynamischste Bundesland, betonte er.

Sie profitieren jetzt

Die drei jetzt vom Breitbandausbau profitierenden Regionen im Landkreis sind: Amt Züssow und Amt Anklam-Land (mit Gützkow, Bandelin,

Ziethen, Groß Polzin, Gribow, Krien, Medow, Stolpe, Neetzow-Liepen und Krusenfelde). Ämter Am Peenestrom, Lubmin und Züssow (mit Lassan,

Buggenhagen, Neu Boltenhagen,

Züssow, Karlsburg, Rubkow,

Schmatzin, Wrangelsburg und

Klein Bünzow). Und Amt Lubmin

(mit Lubmin, Kröslin, Wusterhusen,

Rubenow, Brünzow und Katzow).

Sven Jeske

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