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Ostvorpommern Schon wieder ein Baumunfall
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Schon wieder ein Baumunfall
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00:01 27.08.2016
Ein 65-Jähriger fuhr am Donnerstagnachmittag gegen 17.35 Uhr bei Katzow frontal gegen einen Baum. Fotos (3): Tilo Wallrodt

Am Donnerstagnachmittag gegen 17.35 Uhr verunglückte auf der Landesstraße 26 zwischen Pritzier und Katzow ein 65-jähriger Autofahrer lebensgefährlich. Er war mit seinem alten Audi A 4 allein Richtung Wolgast unterwegs, als er plötzlich aus unbekannter Ursache nach rechts von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte. Der Mann wurde nach Polizeiangaben dabei schwer verletzt.

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Bei Katzow wurde ein 65-Jähriger lebensbedrohlich verletzt / Ersthelfer handelten umsichtig und löschten Brand

Glücklicherweise hielten unmittelbar nach dem Unfall mehrere Fahrzeuge an, um sofort Erste Hilfe zu leisten. Einer davon war Wilken Holzhausen, ein junger Landwirt aus Netzeband, der auch in der freiwilligen Feuerwehr des Ortes aktiv ist. Geholfen hat auch ein Mitarbeiter der Firma Pumpen Lehmann. Auch ein Motorradfahrer blieb an der Unfallstelle. „Ich habe zunächst den Notruf abgesetzt, dann sah ich, dass das Wageninnere schon ganz verqualmt war und aus dem Motorraum eine kleine Stichflamme kam“, schildert Wilken Holzhausen. Deshalb wollten die Ersthelfer nicht bis zum Eintreffen der Rettungskräfte warten.

Zusammen versuchten sie, den Schwerverletzten aus dem Auto zu bergen. „Leider war die Fahrertür durch den Aufprall auf den Baum verzogen, wir konnten sie zunächst nicht öffnen.“ Mit vereinter Kraft sei es aber gelungen. Außerdem habe der Mitarbeiter von Pumpen Lehmann aus seinem Wagen einen kleinen Feuerlöscher geholt und damit schon mal auf die Flamme aus dem Motorraum gezielt. Der Schwerverletzte wurde ins Uniklinikum nach Greifswald gebracht, die Freiwillige Feuerwehr Wolgast löschte dann den Brand im Wagen komplett.

Da der Audi A 4 des Verunglückten bereits Baujahr 1995 war, entstand laut Polizeiangaben lediglich ein Sachschaden von 500 Euro. Die Ermittlungen der Polizei zur Unfallursache dauern an.

Polizeisprecher Axel Falkenberg verwies darauf, dass der Mann trotz seiner schweren Verletzungen großes Glück gehabt habe, da sofort Ersthelfer zur Stelle gewesen seien. „Je eher die Rettungskräfte am Unfallort sind, umso schneller kann bei Verletzten die medizinische Versorgung erfolgen“, betonte er. Leider gebe es aber auch immer wieder Kraftfahrer, die eine Unfallstelle passierten, ohne dass sie Hilfe leisten würden.

Mit Unverständnis reagierte er deshalb auf die Vorwürfe einer Katzowerin, dass sie wegen des Unfalls lange auf die Weiterfahrt habe warten müssen. Nach ihren Worten wäre es sinnvoll gewesen, die Zufahrt nach Pritzier an der B 111 während des Unfalls zu sperren, um anderen Autofahrern so die Warterei zu ersparen oder die Fahrzeuge halbseitig vorbeizulassen. „Die Feuerwehr ist ja auch hin- und hergefahren“, so ihre Begründung. „Bei einem Baumunfall müssen wir uns zuerst um den Schwerverletzten kümmern. Die Rettung von Menschenleben hat immer Vorrang“, erläuterte Falkenberg. Dass die Feuerwehr am Stau vorbeifahren musste, sei angesichts eines brennenden Autos eine Selbstverständlichkeit. „Bei einem Unfall muss man eben warten, bis die Straße freigegeben ist“, so sein Kommentar.

Cornelia Meerkatz

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