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Ostvorpommern Schule voll bis unters Dach
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08:12 30.09.2016
3,2 Millionen Euro kostete die 2013 abgeschlossene Komplettsanierung der Schule Neuenkirchen. Die braucht nun einen zusätzlichen Anbau. Quelle: Ingolf Wegener

Nur dreieinhalb Jahre nach ihrer Komplettsanierung wird die Schule in Neuenkirchen wohl neuerlich zum Fall für Bauplaner. Grund ist ein rapider Anstieg der Schülerzahl und damit einhergehender akuter Platzmangel.

Unser pädagogisches Profil leidet.“Bernd Leu, Schulleiter

262 Erst- bis Zehntklässler zählte Schulleiter Bernd Leu im Jahr 2013. Inzwischen sind es 401. Es gibt drei fünfte und drei sechste Klassen, zudem eine siebte mit 27 Kindern. „Wir sind voll bis unters Dach“, macht Leu die Lage deutlich. Schon wurde der Fachraum für den Kunstunterricht geopfert. Es fehlen Zimmer für Ganztagsschul-Kurse. „Unser pädagogisches Profil leidet“, so Leu.

Erschwert wird die angespannte Raumsituation durch den von der Gemeinde betriebenen Hort. Auch der hat starken Zulauf und leidet unter Platznot, weshalb er seit geraumer Zeit einen eigentlichen Klassenraum im Grundschultrakt nutzen darf. Doch damit soll es zu Beginn des Unterrichtsjahres 2017/18 vorbei sein. Die Schule will und braucht den Raum zurück. Richtig entlastet wird sie aus Sicht von Lehrern und Eltern dann trotzdem noch nicht sein. Weshalb ihr beschließendes Gremium, die Schulkonferenz, einen Schulanbau beim Amt Landhagen (10100 Einwohner, zehn Gemeinden) beantragt hat.

Das ist Eigentümer des Gebäudekomplexes. „Wir möchten gerne zusätzlich zwei Klassenräume, einen Kursraum und ein Lehrerzimmer haben“, erklärt Bernd Leu. Für den 7. Oktober hat die Verwaltung des Amtes eine erste Beratung darüber angesetzt.

Aus Sicht der Neuenkirchener drängt die Zeit. Dass die Schülerzahl alsbald wieder einbrechen könnte, glauben sie offenbar nicht. „Wir rechnen auch in den kommenden Jahren mit einer zweizügigen Grundschule – dafür spricht die Anzahl betreffender Kinder, die uns vorliegt“, macht Bernd Leu klar. Da mittlerweile fast alle Viertklässler der Grundschule Dersekow an die Regionalschule Neuenkirchen wechselten, würden in Klasse fünf voraussichtlich weiterhin drei Klassen gebildet. Nicht auszuschließen sei, dass die oberen Klassen künftig größer sind. Seit drei Jahren wird in der „Schule am Bodden“ ab Klasse sieben mit dem i-Pad unterrichtet. Als erste staatliche Schule in Mecklenburg-Vorpommern hatte die Neuenkirchener den Tablet-Computer 2013 zum Bestandteil ihrer Lehrstunden gemacht, was ihre Attraktivität für Schüler und Eltern steigerte. Mittlerweile würden deshalb weniger Kinder nach dem sechsten Schuljahr an ein Gymnasium wechseln, schildert Leu.

Die Schule Neuenkirchen ist nicht die einzige, die das Amt Landhagen gerade beschäftigt. Auch der alte, nur teilsanierte Grundschulkomplex in Dersekow steht auf dem Prüfstand. Abzuwägen ist, ob man ihn komplett sanieren oder gar durch einen Neubau ersetzen sollte.

Sven Jeske

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