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Schulplanung des Kreises lässt auf sich warten

Greifswald Schulplanung des Kreises lässt auf sich warten

Verzögerung durch Krankheitsfälle, neue Software und erhöhten Abstimmungsbedarf

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Wir arbeiten an einer druck- reifen Fassung.“Achim Froitzheim, Kreisverwaltung

Greifswald. Im März wollte die Kreisverwaltung einen Plan für die erwartbare Entwicklung von derzeit 91 Allgemeinbildenden Schulen in 41 Gemeinden vorlegen. Seit Anfang November waren Verwaltungsmitarbeiter dafür unterwegs, um mit jedem Schulleiter und Vertretern der als Schulträger fungierenden Ämter und Kommunen über die künftige Entwicklung ihrer Schule zu sprechen. Wo die Schülerzahl nach aktuellen Zahlen nicht ganz den Landesvorgaben entsprach, wurde nach Lösungen gesucht.

Das Ergebnis lässt auf sich warten: Mit einem gültigen Schulentwicklungsplan sei vorerst nicht zu rechnen, hieß es gestern aus der Kreisverwaltung. Zwar werde der Plan — Grundlage möglicher Investitionen im Schulbereich — bis Ende März entworfen sein. Doch müsse er dann noch in den politischen Ausschüssen diskutiert und beschlossen werden. Das könne aufgrund des regulären Sitzungsplans der Gremien frühestens im Mai geschehen. Der Kreistag werde dann im Juni über die Schulentwicklungsplanung abstimmen können, teilte Achim Froitzheim, Sprecher der Kreisverwaltung, mit.

„Wir hatten schon im Sommer des letzten Jahres die Befürchtung, dass es mit der druckreifen Erstellung der Schulentwicklungsplanung eng wird“, bekennt Froitzheim. Dennoch habe sich die Verwaltung „das Ziel gesetzt“, die Planung im März zur Beschlussfassung freizugeben. Dieses Anliegen sei durch mehrere Umstände kaputt gemacht worden: Zum einen sei der für die Planung hauptverantwortliche Mitarbeiter Anfang des Jahres krankheitsbedingt für vier Wochen ausgefallen. Darüber hinaus seien weitere Mitarbeiter erkrankt, „die aufgrund einer dünnen Personaldecke in der Kreisverwaltung nicht ohne weiteres ersetzt werden konnten“. Die mit den Schulträgern zu führenden Abstimmungen hätten mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht, gibt Achim Froitzheim zu bedenken. Mit einigen Gemeinden habe man bis zu drei Gespräche führen müssen.

„Aktuell sind wir jetzt soweit, dass alle Schulkonferenzen Planungsergebnisse für die jeweilige Schule besprechen. Zudem arbeitet die Verwaltung gerade an einer druckreifen Fassung der Schulentwicklungsplanung. Dazu erstellt sie Erläuterungstexte und bereitet Karten- und Zahlenmaterial auf“, schildert Froitzheim. Sobald der Entwurf der Planung fertig sei, werde er an die Mitglieder der Kreisausschüsse verschickt. Ebenso an zu beteiligende Gremien, wie etwa der Kreiselternrat.

Im Nachbarkreis Vorpommern-Rügen berieten die politischen Ausschüsse bereits im Frühjahr 2015 über den Entwurf eines Schulentwicklungsplans. Vorpommern-Greifswald hinke anderen hinterher, kritisieren Mitglieder des Kreistags, unter ihnen Ulf Burmeister, Direktor des Humboldtgymnasiums in Greifswald. In der Hansestadt wird die Schulentwicklungsplanung ungeduldig erwartet. Hier diskutiert man derzeit über den möglicherweise erforderlichen Bau einer weiteren Grundschule.

In der Kreisverwaltung hält man sich zugute, als erster im Land eine neue Software für die Berechnungen anzuwenden, die der Schulplanung zugrunde liegen. „Wir machen alle ,Kinderkrankheiten‘ mit, die eine derartige Einführung mit sich bringt“, betont Froitzheim. Wenn das System laufe und das tue es jetzt, „können wir theoretisch jährlich mit wenig Aufwand Prognoserechnungen durchführen.“

 



Sven Jeske

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