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Sconto lieber in der Dompassage?

Greifswald Sconto lieber in der Dompassage?

Innenstadtverein will Zentrum schützen / SPD-Politikerin schlägt Bildung einer Arbeitsgruppe vor

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Das Gelände des Einkaufszentrums am Rande Greifswalds soll um einen Möbelmarkt erweitert werden.

Quelle: Foto: Elisenpark

Greifswald. Der geplante Sconto-Möbelmarkt mit 10000 Quadratmeter Fläche neben dem Elisenpark würde die Innenstadt weiter schwächen, ist Frank Embach überzeugt. Er stärke vor allem den Elisenpark. Der Textilhändler ist der Vorsitzender des Greifswalder Innenstadtvereins. „Ein reiner Möbeldiscounter ist okay“, sagt er. „Mehr nicht“.

Die Auslegung des Entwurfs des Bebauungsplans für ein Fachmarktzentrum inklusive Sconto soll die Bürgerschaft am Montag beschließen. Dann kann sich jedermann zu dem Vorhaben äußern.

Embachs Argumentation: An der Schönwalder Landstraße gibt es kostenlose Parkplätze und keine Einschränkungen bei der Belieferung wie im Zentrum. Der Elisenpark kann schon mit einer Mall mit innenstadtrelevantem Handel punkten. Nun sollen 1500 Quadratmeter Haushaltszubehör, Bettwäsche, Geschenkartikel und Badtextilien im Sconto dazukommen (die OZ berichtete). Dass Kunden nach dem Möbeleinkauf in die Innenstadt fahren, hält Embach für eine Illusion. Sie blieben im Elisenpark.

Die Landesregierung bescheinigt dem Fachmarktzentrum eine nur geringe Auswirkung auf die die Innenstadt, wie Bauamtsleiter Thilo Kaiser im Bauausschuss informierte. Dort gab es bei vielen Enthaltungen nur zwei Gegenstimmen. Das liege vermutlich daran, dass der Elisenpark von Schwerin nicht berücksichtigt wurde, sagt Embach. „Warum fragt man nicht die Unternehmer?“ Niemand könne eine verödete Innenstadt wollen, das schade auch dem Tourismus.

Nur Discountmöbel dürften im Bebauungsplan erlaubt sein, fordert er. Stralsund verweigere sich allen Erweiterungen des Strelaparks, erinnert er.

Wie Embach, stimmte Monique Wölk (SPD) im Bauausschuss gegen den B-Plan-Entwurf. „Wir müssen sehen, was für Greifswald als Ganzes gut ist und die Innenstadt und die Einzelhandelsstruktur stärken“, sagt sie. Wölk schlägt eine Arbeitsgruppe unter Einbeziehung der Innenstadthändler und des Stadtmarketings nach dem Vorbild der Planungen für das Einkaufszentrum Gleis vier (KAW-Hallen am Bahnhof) vor. „Dort haben wir einen guten Kompromiss gefunden.“

Embach würde gern in so einer Arbeitsgruppe mitmachen. Wie Wölk hat er eine Reihe von Ideen für die Innenstadt. „Sconto wäre ein idealer Ankermieter für die Wiederbelebung der Dompassage“, schätzt er ein. Außerdem könnten am Eingang des Westends der Langen Straße auf der Freifläche Ecke Kapaunenstraße neue lukrative Einkaufsmöglichkeiten geschaffen werden. Wölk regt an, nicht nur über bezahlbaren Wohnraum, sondern auch über die Förderung bezahlbaren Gewerberaums in der Innenstadt nachzudenken. Im Rahmen einer Gesamtstrategie sollte man nach dem Vorbild anderer Städte auf einer gemeinsamen Plattform der hiesigen Unternehmen im Internet werben, sagt sie. Wölk ist überzeugt, dass das Westend mit einer Ausrichtung auf Kunst, Kultur, Kreativwirtschaft und Studenten gefördert werden könnte.

„Das passt zum neuen Unicampus Loefflerstraße und knüpft an dort schon Bestehendes an“, so die SPD-Politikerin.

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Die Innenstadt war schon vor zehn Jahren tot. Überall Anwohnerparken, und es gibt nur zwei Parkhäuser. Am Elisenpark hat man keine Parkplatzprobleme.

Nancy Meinke: Ich hätte ja lieber Ikea :-)

Sebastian Kudell: Die Stadtgeschäfte sterben aus, weil nur überteuerte Ware verkauft wird. . . Das kann man den Betreibern aber auch nicht verübeln bei der Ladenmiete und dann noch H&M im Rücken.

Aresas Lux: In der Zeit von Amazon und Co. werden es Innenstädte so oder so immer schwerer haben.

Mario Wogesin: Gratulation! Unsere Stadtplaner haben es echt drauf, die Innenstadt lahm zu legen.

Jenny Zemella: Real – alles drin, alle hin. . .

Cgmp Camp: Ein Kaufland, Ikea und großes C&A wären auch gut! Sconto ist jetzt eher nicht so mein Fall, da ich Möbel lieber im Internet bestelle.

Maik Schleuß: Endlich bekommen Wohncenter und Albers Konkurrenz.

OZ

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