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Ostvorpommern Sechster Brand in nur drei Tagen
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Sechster Brand in nur drei Tagen
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00:00 02.11.2016
Nicht mehr zu retten: Laubenbrand gestern früh am Stadtrand von Gützkow. Laut Polizei ist ein technischer Defekt wahrscheinliche Ursache. Anders verhalte es sich bei den fünf Bränden am Sonntag in Greifswald. Quelle: Franz Bittner

Sechstes Feuer binnen drei Tagen: Nachdem in Greifswald in der Nacht zu Sonntag gleich fünf Brände gelegt worden waren (die OZ berichtete), fackelte gestern früh in der Gützkower Gartensparte „Heimaterde“eine drei mal vier Meter große Laube ab. Als die Freiwilligen Feuerwehren Gützkow, Lüssow, Owstin und Bandelin eintrafen, stand das Gebäude bereits in Flammen. Weil der Garten etwas abgelegen von der Stadt ist, war das Feuer erst spät bemerkt worden. Laut Polizei kann eine technische Ursache nicht ausgeschlossen werden.

Anders verhalte es sich mit den Bränden in Greifswald, betonte Polizeisprecher Axel Falkenberg gestern. Eine Selbstentzündung wie allem Anschein nach in Gützkow komme bei diesen nicht in Frage. „Wir gehen von vorsätzlicher Brandstiftung aus.“ Um Hinweise auf den oder die Täter zu erlangen, befragten Beamte gestern Anwohner der Plätze, an denen die Feuer gelegt wurden. In drei der fünf Fälle loderten Flammen in einer Wohngegend: In einem Innenhof in der Makarenkostraße (Schönwalde II) brannte ein Sperrmüllhaufen, auf einem Parkplatz an der Vitus-Bering-Straße (Ostseeviertel Ryckseite) fackelte ein Wohnwagen ab (55000 Euro Schaden) und in der Anklamer Straße ein leerstehendes Haus (125000 Euro Schaden). „Alles geschah zwischen drei und fünf Uhr – also zu einer Zeit, in der die meisten Menschen noch schlafen. Zeugen zu finden dürfte deshalb schwierig sein“, gibt Axel Falkenberg zu bedenken. Man hoffe dennoch auf Hinweise, etwa zu verdächtigen Personen oder auffälligen Fahrzeugbewegungen.

Die Brandserie von Greifswald – allein in diesem Jahr wurden hier 16 Feuer gelegt – beschäftigt bei der Polizei mittlerweile eine sechs Mann starke Gruppe. Seit Monaten werde auf verschiedenste Weise ermittelt, was einer Sisyphusarbeit gleichkomme, so Falkenberg. Konkrete Hinweise auf Täter gebe es bislang nicht. Nicht einmal die Art des Brandbeschleunigers habe bestimmt werden können. „Ermittler fanden weder Reste einer Flasche noch eines Molotowcocktails“, sagt der Polizeisprecher aus Anklam.

Die Polizei schließt nicht aus, dass man es in Greifswald mit einem Feuerteufel zu tun hat. Also mit einer Person, die krankhaft eine Brandstiftung nach der anderen begeht. Sollte es so sein, wären weitere Brände zu befürchten. Feuerteufel, so Falkenberg, fingen klein an und steigerten sich in die Sache rein. In der Folge verursachten von ihnen gelegte Brände zunehmend größeren Schaden.

jes

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