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Ostvorpommern Seit drei Monaten in Fritzow ohne Telefonanschluss
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Seit drei Monaten in Fritzow ohne Telefonanschluss
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00:05 02.12.2017

Die Entscheidung für den Wechsel hat sich Bernd Schwahn im Sommer nicht leicht gemacht. Doch irgendwann reichte dem Zahnarzt aus Fritzow die schlechte Internetverbindung. Er kündigte bei Telekom, schloss mit Vodafone einen neuen Vertrag. Was er damals nicht mal im Entferntesten ahnte: Fortan sollten er und seine Familie gänzlich ohne Anschluss leben. „Ich warte jetzt seit über drei Monaten darauf, dass ich wieder telefonieren kann, vom Surfen im Internet ganz zu schweigen“, sagt er stinksauer.

Dabei seien bereits mehrere Termine zur Installation des Anschlusses vereinbart worden. Jedes Mal habe seine Frau extra frei genommen. Vergeblich. „Der Techniker verwies auf das Problem einer falschen Leitung. Ein Anschluss sei nicht möglich“, gibt Bernd Schwahn die Äußerungen wieder. Ein Schildbürgerstreich?

Fakt ist: Das kleine Dorf wurde 2014 von Gützkow eingemeindet – mitsamt dem Straßennamen „Fritzower Damm“. Allerdings existiert dieser Straßenname auch zwei Kilometer entfernt in Gützkow. Mehr noch:

Sogar die betreffende Hausnummer 8 gibt es doppelt. Und offenbar ist genau dieser Punkt das Problem. Ein Problem, das nach OZ-Anfragen bei Telekom und Vodafone mittlerweile auch erkannt wurde.

Dennoch haben beide Unternehmen außer gegenseitige Schuldzuweisungen bis gestern noch immer keine Lösung erzielt.

Immerhin: Vodafone-Konzernsprecher Volker Petendorf bittet „Herrn Schwahn um Entschuldigung für seine Unannehmlichkeiten“. Zugleich verweist er jedoch auf die Telekom. Denn ihr gehöre auf der letzten Meile die Leitung, die Vodafone im Auftrag des Kunden bei der Telekom anmieten müsse. „Die Anschaltung darf einzig und allein durch einen Telekom- Techniker vorgenommen werden. Vodafone dagegen darf hier gar keine Hand an die Telekom-Leitung anlegen“, so Petendorf. Drei vereinbarte Anschalt-Termine seien geplatzt, „weil die Telekom- Techniker jeweils zu einer falschen Adresse gefahren sind anstatt zu Herrn Schwahn.“

Die Telekom, mit diesem Problem von der OZ konfrontiert, sieht keinen Erklärungsbedarf. Denn es handele sich ja um einen Kunden von Vodafone, teilt Pressesprecher Dirk Becker mit. Dieses Unternehmen stehe also in der Pflicht, „organisatorische und technische Fragen oder Probleme zu lösen“. Grundsätzlich gelte: „Die Verantwortung auf die Telekom abzuschieben, ist für die Wettbewerber bequem, in vielen Fällen aber falsch“, schreibt Becker.

Für Bernd Schwahn, der übrigens als Arzt auch im nächtlichen Notdienst arbeitet und auf das Telefon angewiesen ist, ist das alles uninteressant. Für ihn zählt nur, wann er endlich wieder einen Anschluss hat. Petra Hase

OZ

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