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Straßenbau mit Überraschungen

Züssow Straßenbau mit Überraschungen

Seit Herbst vorigen Jahres wird die Ortsdurchfahrt in Züssow erneuert. In einem Jahr soll alles fertig sein.

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Der Kreisel in Höhe Schulstraße ist bereits fertig und wird von den Autofahrern genutzt.

Züssow. Stau gibt es immer wieder mal. Damit haben die Züssower leben gelernt, seit der Bund ihre Ortsdurchfahrt für 2,8 Millionen Euro komplett erneuert. Knapp zehn Monate dauert der Straßenbau auf der B 111 mittlerweile. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Spiele das Wetter mit und gebe es keine allzu großen Überraschungen, „soll Ende Juni 2014 alles fertig sein“, sagt Ralf Sendrowski, Leiter des Straßenbauamtes Stralsund, auf OZ-Anfrage.

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Die Erneuerung der Züssower Ortsdurchfahrt, die bis Mitte 2014 andauert, stellt besonders für Anlieger eine Belastung dar.

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Indes: Überraschungen habe es in der Vergangenheit bereits einige gegeben. „Die Arbeiter stoßen immer wieder auf sehr schlechten Baugrund, müssen zusätzlichen Schotter einbringen, um einen tragfähigen Untergrund zu schaffen“, berichtet Sendrowski. Auch die Lage der im Erdreich befindlichen Versorgungsleitungen stelle hin und wieder ein neues Problem dar. Dennoch kämen die Arbeiten gut voran, werde Ende August mit dem nächsten Bauabschnitt begonnen. Nach der Errichtung des Kreisverkehrs in Höhe der Schulstraße und dem Abschnitt zwischen Kreisel und Bahndamm soll dann der nördliche Bereich (Richtung Moeckowberg) bis zum Ortsschild folgen. Sendrowski hofft, dass der Asphalt bis Ende November aufgetragen werden kann. „Immer unter dem Vorbehalt, dass uns der Winter keinen Strich durch die Rechnung macht“, schiebt er hinterher.

Zudem sei vorgesehen, ab September den Bereich des Bahnübergangs zu erneuern. Dann also, wenn auf der B 111 der Urlauberverkehr nach Usedom abnehme. Der letzte Bauabschnitt zwischen Bahndamm und Ortsschild in Richtung Gützkow soll laut Plan am 10. März starten. Innerhalb von dreieinhalb Monaten könnte auch dieser Teil und somit die gesamten 1,3 Kilometer in Züssow erneuert sein.

Für Bürgermeister Hans-Dieter Hein gute Aussichten: „Wir haben seit vielen Jahren auf diesen Straßenbau gewartet“, sagt er und freut sich, dass der Bund nun endlich investiert. Die besonders belastende Phase des Ampelverkehrs sei erst einmal vorbei. „Die eine Spur wird jetzt über die Bahnhofstraße umgeleitet“, erklärt er. Das funktioniere gut. „Es sei denn, die Schranke ist geschlossen und Autofahrer stellen den Kreisel zu. Dann staut es sich“, so Hans-Dieter Hein. Dennoch glaube er, dass die große Mehrheit der Züssower mit den Bauarbeiten klarkomme. Jürgen Hörnschemeyer, Inhaber von Scan Möbel direkt an der B 111, sieht das ähnlich: „Die Erneuerung der Straße war dringend nötig. Und zwar für alle im Ort“, betont er. Straßenbau bringe immer Belastungen mit, auch finanzieller Art. „Ist die Ortsdurchfahrt aber erst einmal fertig, profitieren auch alle davon“, sagt der Unternehmer. Von einer Umgehungsstraße, wie sie andere immer wieder einmal ins Spiel brachten, halte er deshalb gar nichts.

Eine Anwohnerin der Straße, die nicht genannt werden will, sieht das anders: „Dieser ganze Lärm! Ich laufe den Tag über mit Ohrstöpseln rum, denn sonst ist es nicht auszuhalten. Und das alles nur, damit die Urlauber hier schneller durchkommen“, wettert sie gegenüber der OZ.

Für Hörnschemeyer unverständlich: „Die Fahrbahn war absolut schlecht, bucklig, löchrig — eine Sanierung überfällig. Ist sie erstmal erneuert, kommen auch die Schulkinder wieder sicherer über die Straße“, sagt er und hat deshalb für derlei Kritik kein Verständnis.

Läuft alles nach Plan,

ist die komplette Straße

Ende Juni 2014 fertig.“Ralf Sendrowski, Leiter Straßenbauamt

 

Petra Hase

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