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Greifswalder Oie Stündlich am Fangnetz

Auf der Naturschutzinsel Greifswalder Oie werden aktuell wieder Vögel gezählt und beringt

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Stündlich werden im Fanggarten auf der Oie die feinmaschigen Fangnetze nach Vögeln kontrolliert.

Quelle: Fotos: Stefan Brümmer/stefan Sauer

Greifswalder Oie. Blumenkohl und Kichererbsen sind einer der kulinarischen Hits im Gemeinschaftsraum des Inselhofes. „Wir essen immer erst abends warm, das passt besser in den Arbeitsrhythmus“, sagt Stella Klasan. Die Endzwanzigerin ist die wissenschaftliche Leiterin des Vereins Jordsand auf der biologischen Station der Naturschutzinsel Greifswalder Oie. Seit knapp einem Jahr macht sie das jetzt und wird wohl ein weiteres anhängen. „Es ist schön hier“, sagt sie, „und die Arbeit macht Spaß.“

OZ-Bild

Auf der Naturschutzinsel Greifswalder Oie werden aktuell wieder Vögel gezählt und beringt

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Zurzeit sind ein Dutzend Frauen und Männer auf der Insel. Grund: Mitte März begann die Frühjahrsberingungssaison, im Juni ist sie beendet. Nachdem die ersten Helfer angereist waren, sind am 14. März insgesamt 31 Sing- sowie zwei Greifvogelnetze in den Fanggärten aufgestellt worden. Und der erste Fangtag war sogleich ein erfolgreicher. Insgesamt konnten 120 Vögel beringt werden. Dabei handelte es sich mehrheitlich um Kohlmeisen, die Amsel belegte den zweiten Rang. Für die Ornithologen auf der Greifswalder Oie hat eine spannende und arbeitsreiche Zeit begonnen. Von morgens bis abends müssen die feinen Fangnetze stündlich kontrolliert werden.

„Zurzeit ist aber lausig wenig drin“, berichtet Klasan. Der Gegenwind aus Nordost hat den Vogelzug stocken lassen. Auch Regen und starker Wind gelten nicht gerade als Freunde der Beringer. „Wir müssen dann die Netze einziehen, was ziemlich nervt, aber so ist das nun mal.“ Die Naturschutzinsel genießt bei deutschen und europäischen Ornithologen einen guten Ruf. Nach wie vor betreibt Jordsand in Zusammenarbeit mit der Beringungszentrale Hiddensee die fangstärkste Beringungsstation Deutschlands auf der Greifswalder Oie. In Haus und Hof gibt es zudem genügend zu tun, sodass auch bei Schlechtwetter keine Langeweile aufkommt.

Zurzeit sind etwa 40 der insgesamt 80 Schafe, die die Aufgabe haben, spezielle Landschaftselemente nicht verbuschen zu lassen, hoch trächtig. In der kommenden Woche werden die ersten Vierbeiner lammen. Dann geht es lebhaft zu auf den Wiesen. „Wir haben jetzt nur noch Pommernschafe auf der Insel“, erzählt Stella Klasan. Die Heidschnucken wurden im letzten Herbst ausgebootet.

Ein neuer Tagesablauf beginnt für das Stammteam der Naturschützer ebenfalls in der kommenden Woche. Denn ab Mai wird es auf der Oie touristischer. Die „Seeadler“ der Fahrgastreederei Apollo legt mehrmals wöchentlich in Peenemünde zum „Helgoland der Ostsee“ ab. Maximal 50 Interessierte werden dann von den Jordsand-Leuten während des zweistündigen Landgangs betreut. Naturfreunde, die besonders viel wissen möchten, sollten den Dienstag wählen. Da besteht in der Vorsaison die Möglichkeit, eine Stunde länger, nämlich drei Stunden, auf der Insel zu verbringen.

Durch Stella Klasan persönlich oder die beiden jungen Männer, die ein freiwilliges ökologisches Jahr absolvieren, werden die Gäste dann umfangreicher informiert. „Wir bieten den Naturfreunden die Möglichkeit, das 2016 neu errichtete Beringerhaus zwar nicht von innen, aber doch so zu inspizieren, dass sie aus nächster Nähe beobachten können, wie die Beringer mit den eingefangenen Vögeln umgehen, sie bestimmen und welche Daten wichtig sind.“

Meeres-Rastplatz für Zugvögel

Die Greifswalder Oie ist 54 Hektar groß und liegt etwa zwölf Kilometer nördlich von Usedom und zehn Kilometer östlich von Rügen in der Pommerschen Bucht. Die Insel hat eine Länge von 1550 Metern und ist zwischen 370 und 570 Meter breit. Die höchste Erhebung liegt am Kliff auf der Ostseite der Insel und misst 17 Meter.

Die Landschaft der Insel prägen Waldbereiche bis halboffene Flächen. Das Eiland ist Rast- und Nahrungsgebiet für Zugvögel.

Stefan Brümmer

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