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Ostvorpommern Super-Bulle kommt von der Insel Usedom
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00:00 12.04.2016
Der Zuchtbulle „Preben PS“ wurde auf einer Auktion für 4400 Euro verkauft. Sein Züchter ist Martin Haß (i.B.). Quelle: Rainer Kohl

Wenn es um gutes Fleisch sowie qualitativ hochwertiges Sperma vom Rind geht, dann ist Martin Haß aus Mölschow der richtige Ansprechpartner. Wenn er darüber redet, ist er nur schwer zu bremsen. Der 34-Jährige züchtet zusammen mit seiner Frau Sabine Zuchtbullen.

Vor kurzem gewann er dafür in Krakow am See sogar einen Preis. Sein Bulle „Preben PS“ der Rasse Uckermärker erreichte fast die Höchstpunktzahl, landete auf dem ersten Platz und wechselte bei der anschließenden Auktion für 4400 Euro den Besitzer. Dieser sorgt jetzt in der Uckermark in Brandenburg für den nächsten Rindernachwuchs.

„Er bekam die Noten 9-8-8. Das ist sehr gut. Wir sind da echt stolz drauf“, sagt Haß. „Zu den zu bewertenden Kategorien zählten unter anderem der Körperbau, das Skelett, das Fleisch und der Typ“, erklärt er. Der 16 Monate alte Bulle bekam für sein Gesamtpaket fast die Höchstpunktzahl, was nicht alltäglich ist. „In seinem Alter erreicht er die Zuchtreife. Geschlechtsreif ist er schon weitaus eher, aber noch nicht für die Zucht geeignet. Die inneren Organe sind noch nicht so weit“, erklärt Haß fachmännisch die Details.

Bis zu 1300 Kilogramm kann ein ausgewachsener Zuchtbulle schwer werden. „Die Arbeit klingt sehr verlockend, wenn mehrere Kühe auf der Weide stehen und er die Wiese betritt, aber für so ein Bullen ist das Schwerstarbeit“, versichert Haß.

Etwa drei bis vier Kühe deckt ein Zuchtbulle wie der „Preben PS“ jeden Tag. Und das über einen Zeitraum von acht bis zehn Wochen. „Da braucht er viel Kraft, Ausdauer und jede Menge Fleisch auf den Rippen. Das ist beim Menschen fast genauso“, sagt Haß und lacht. Erst nach einer größeren Pause darf er wieder „ran“. Meist werden die Bullen im Frühjahr und im Herbst an die Kühe gelassen.

Bis zu 20 Kilogramm Futter vertilgt der 800 Kilogramm schwere Bulle am Tag. „Das Futter muss eine hohe Qualität aufweisen. Dieses ist eine Mischung aus Kraftfutter und einer Silage. Dazu bekommt er noch Mineralstoffe“, erzählt der Ackerbauleiter, der mit seiner Frau den Familienbetrieb in Mölschow führt.

Und wenn die Rinder geschlachtet werden, landet das Fleisch als leckeres Gericht auf den Tellern — als Hamburger bei der Fastfood-Kette McDonalds oder im gehobenen Gaststättenbereich im Blockhouse, welches europaweit mit 48 Restaurants aufgestellt ist.

Am kommenden Dienstag verlässt ein weiterer Bulle den Mölschower Stall. Dieses Mal geht die Reise für den starken Vierbeiner nach Bayern. „Er kommt von der Rasse Fleckvieh-Simmental. Sein Sperma ist dort unten im Süden Deutschlands sehr gefragt“, sagt Martin Haß.

Bullen, Rinder und Fastfoodfleisch

80 Rinder der Rasse Uckermärker stehen im Stall von Martin und Sabine Haß in Mölschow.

16 Tiere der Rasse Fleckvieh- Simmental züchtet der Ackerbauer derzeit. Das Fleisch der Tiere wird unter anderem dazu verwendet, Burger in der Fastfood-Kette „McDonalds“ herzustellen.

2000 Euro müssen mindestens für einen Zuchtbullen geboten werden, damit dieser bei der jährlichen Zuchtauktion in Krakow am See ersteigert werden kann.

Von Hannes Ewert

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