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Ostvorpommern Tagesmütter müssen weiter warten
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Tagesmütter müssen weiter warten
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00:00 16.11.2016

„Ich warne davor, dieser Vorlage zuzustimmen. Sie ist nicht beschlussreif. Bei der Kommunalaufsicht kann man uns damit nicht ernstnehmen.“ Die klaren Worte des Finanzdezernenten Vorpommern-Greifswalds, Dietger Wille (CDU), waren für den Kreisjugendhilfeausschuss durchaus blamabel. Immerhin arbeitete das Fachgremium laut Vertreter Ludwig Spring ganze zwei Jahre an der Beschlussvorlage. Am Montagabend wurde sie im Kreisfinanzausschuss heftig kritisiert.

Darum geht es: Ziel des Papiers ist es, die Tagesmütter zwischen der Insel Riems und Penkun finanziell besser zu stellen. „Bislang arbeiten sie auf Mindestlohnniveau“, gab Spring zu bedenken. Das Finanzierungsmodell bei Tagesmüttern ist etwas kompliziert. Die Kosten werden vom Land, dem örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe, der Wohnsitzgemeinde und den Eltern getragen. Der Jugendhilfeausschuss schlug vor, an diesen Schrauben zu drehen. Doch wenn Beschlussvorlagen – wie in diesem Fall – finanzielle Auswirkungen haben, müssen sie auch Infos enthalten, woher das Geld denn kommen soll. Im Fall der „Richtlinie zur Ausgestaltung der Kindertagespflege“ fehlen diese Angaben. Es heißt lediglich, das Geld sei „zu veranschlagen“.

Dabei geht es immerhin um 358 000 Euro, die die Gemeinden zusätzlich zu übernehmen hätten. Da der Elternanteil auch in selber Höhe steigen soll und der Kreis bei finanzschwachen Familien bei der Übernahme der Kosten einspringt, müsste das Landratsamt dafür exakt 143532, 67 Euro aufbringen.

„Wir sollten vorher mit den Bürgermeistern reden, was da auf sie zukommen soll“, schlug Wille vor und erntete Zustimmung – von den Mitgliedern des Finanzausschusses ebenso wie von Spring. Womöglich werde im März darüber diskutiert. Die Tagesmütter müssen also noch mindestens ein halbes Jahr weiter warten.

kl

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