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Tennissportler profitieren von sanierter Halle

Greifswald Tennissportler profitieren von sanierter Halle

Finanzierungsmodell der Abteilung in der HSG Uni macht Schule / Sportanlage in der Hainstraße wird erneuert

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Ohne Förderung wäre dieses Projekt nicht realisierbar gewesen.Bernd Hagen, Schatzmeister

Greifswald. Die erfolgreiche Sanierung des Tennishauses der HSG Uni Greifswald bezeichnet deren Geschäftsführer Jörg Mostertz als Meilenstein. Das Finanzierungsmodell der Abteilung macht jetzt auch bei der Erneuerung des Sportplatzes in der Eldenaer Hainstraße Schule.

 

OZ-Bild

Tennis ist ein sehr kostenintensiver Sport.Karin Blank, Abteilungsleiterin

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„Wir können das Haus in dieser Wintersaison zum ersten Mal nutzen. Das ist schon eine tolle Sache für uns“, berichtet Abteilungsleiterin Karin Blank. „Früher war es kalt und es gab keine Möglichkeit, sanitäre Einrichtungen zu nutzen“, erinnert Bernd Hagen, Schatzmeister der Tennisabteilung.

Bereits im Mai 2015 fasste die Vollversammlung der Abteilung den Beschluss, die angesparten Rücklagen sinnvoll zu investieren. Der Plan: Das Haus auf der Anlage an der Pappelallee winterfest machen.

Neue Duschen und Dämmungen für den Winter, dreifaches Glas in den Fensterscheiben, um der Vielzahl von Einbrüchen künftig etwas entgegenzusetzen, und spezielle Entlüftungssysteme zur Wärmerückgewinnung gehörten zu den Wünschen. Kostenpunkt: 108000 Euro. Dazu kommen die laufenden Jahreskosten von 45000 Euro. „Tennis ist ein sehr kostenintensiver Sport“, so Abteilungsleiterin Blank. Trotz der sparsamen Lebensweise der Abteilung war das zu viel Geld, um den Brocken allein zu stemmen. „Ohne Fördergelder wäre dieses Projekt nicht realisierbar gewesen“, bekennt Schatzmeister Hagen. Doch gemeinsam mit der HSG-Geschäftsführung gelang es, beim Landesförderinstitut MV (LFI) eine Unterstützung über 52 000 Euro für eine energetische Sanierung zu erhalten.

Der Bau dauerte nur drei Monate. Neben Duschen, Toiletten und Umkleidekabinen stehen in dem renovierten Domizil nun auch eine Küche und ein großer Aufenthaltsraum zur Verfügung. „Besonders für unsere großen Turniere bietet das Haus nun doch ein ganz anderes Ambiente als zuvor“, sagt die 52-jährige Karin Blank.

Überhaupt ist die Abteilung Tennis gut aufgestellt. 280 Mitglieder sind zurzeit aktiv, darunter 120 Kinder und Jugendliche. Neben dem Training für Bambinis, Kinder, Damen und Herren sind es vor allem die männlichen Senioren, die die Abteilung repräsentieren. „Wir spielen mit den Herren in der Ü60-Regionalliga. Das ist die höchste Liga in dieser Altersklasse“, berichtet Bernd Hagen, der mit seinen 66 Jahren selbst dort aktiv ist und an den Wochenenden häufig Zwei-Tages-Reisen nach Berlin, Hamburg oder Göttingen auf sich nimmt. „Wir sind im vergangenen Jahr Vizemeister geworden“, fügt Karin Blank stolz hinzu.

Aufgrund der Realisierung dieses zweiten Großprojektes – 2011 wurde bereits die einzige Sandplatz-Tennishalle in MV auf dem Gelände errichtet – blicken Blank und Hagen nun weiter in die Zukunft: „Wir sind jetzt mit den Gebäuden super aufgestellt. Trotzdem gibt es viele kleine Dinge, die auf den neuesten Stand gebracht werden müssen“, sagt Karin Blank. Dazu zählen neben einer neuen Lichtanlage auch ein neues Bewässerungssystem und eine Schließanlage. Diese Vorhaben wollen die Aktiven schrittweise angehen.

Auch HSG-Geschäftsführer Jörg Mostertz ist über das geglückte Projekt erfreut: „Wir sind froh, dass wir vor allem bei der Erledigung von bürokratischen Themen unterstützend für unsere Abteilung da sein konnten“, sagt er. „Diese Förderung war sowohl für die Abteilung als auch für den gesamten Verein ein wichtiger Schritt“, bekennt er. Darüber hinaus freue er sich, dass ein ähnliches Finanzierungsmodell jetzt auch für die Sportanlage in der Hainstraße geglückt ist. „Wir sprechen hier von einem Volumen über 30 000 Euro alleine für den ersten Bauabschnitt. 90 Prozent steuert das LFI bei, den Rest übernimmt die Stadt“, erzählt der HSG-Geschäftsführer. In insgesamt vier Bauabschnitten soll das Gelände für Sportler wieder hergerichtet werden. Dabei gehe es vor allem um neue Umkleidekabinen und Sanitäranlagen. Der erste Bauabschnitt soll bereits im April abgeschlossen sein. Mit angeschoben und betreut hatte das Projekt bereits Mostertz verstorbener Vorgänger Klaus-Dieter Greffin. Das Gelände wird zurzeit in erster Linie von den Abteilungen Ultimate Frisbee und Baseball genutzt.

Chris-Benjamin Beling

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