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Ostvorpommern Traktoren-Diebstahl: Bauern sorgen sich um Sicherheit
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01:23 13.01.2015
Fahndungserfolg dank schnellem Zeugenhinweis: Am Fährterminal in Swinemünde wurde dieser in Wusterhusen gestohlene Traktor mitsamt Strohballenpresse entdeckt. Quelle: Michal Barkas

Der Diebstahl hochwertiger Landmaschinen vom Gelände der Agrar GmbH Nonnendorf-Rubenow-Wusterhusen (die OZ berichtete) hat für Aufsehen unter einheimischen Landwirten gesorgt. In der Nacht zu Sonntag waren aus einer Halle in Wusterhusen vier Traktoren, eine Strohballenpresse und ein Güllewagen im Gesamtwert von 560000 Euro entwendet worden.

Im Grenzdorf Garz auf Usedom beobachtete ein Mann am Sonntagmorgen zwei der Traktoren, die zur Grenze gefahren wurden. Weil ihm das merkwürdig vorkam, informierte er die Polizei. Die wiederum schaltete ihre polnischen Kollegen ein, die die Zugmaschinen kurz darauf nahe des Fährterminals in Swinemünde ausfindig machten. Ein weiterer in Wusterhusen gestohlener Traktor wurde in Stettin gefunden. Alle Fahrer der Maschinen wurden vorläufig festgenommen.

„Das ist schon beunruhigend, da wird man sehr sensibel“, kommentierte Grit Heitmann, stellvertretende Geschäftsführerin der Agrar GmbH „Ziesetal“ in Neu Boltenhagen das Geschehen. Als Reaktion auf den dreisten Diebstahl von Wusterhusen wies Heitmann Mitarbeiter des Unternehmens gestern an, keinen Traktor mehr auf dem Firmengelände draußen stehen zu lassen, sondern sämtliche Maschinen in die Hallen zu bringen und dort wegzuschließen.

Auch in der Tiedemannschen Agrarproduktion Nord GmbH in Kemnitz war der Wusterhusener Vorfall gestern Thema. „Wir nehmen ihn zum Anlass, um unsere eigenen Sicherheitsvorkehrungen noch einmal zu überprüfen“, erklärte Geschäftsführerin Ingried Wienholz. Bislang sei ihr Betrieb von einem solchen Diebstahl verschont geblieben, was keine Garantie dafür sei, dass so etwas nie geschehe.

Manfred Voß, Geschäftsführer der Agrar GmbH Karlsburg, verbuchte in den vergangenen Jahren mehr als ein Dutzend Einbrüche in sein Firmengebäude. Inzwischen hat er sein Betriebsgelände mit zwei Alarmanlagen sichern lassen. „Die holen uns aus dem tiefsten Schlaf, sollte in der Nacht jemand einbrechen. Wir wohnen nur 300 Meter vom Betrieb weg und sind im Falle des Falles ruckzuck dort.“

Auch Frank Wilisch, Geschäftsführer der NRW Agrar GmbH in Wusterhusen, wähnte sein Eigentum lange sicher. Dann aber brachen Unbekannte in der Nacht zu Freitag in die Maschinenhalle seiner Firma ein und bauten Ersatzteile von dort parkenden Mähdreschern ab. „Ich vermute, dass die Täter etwas mit dem zwei Tage später folgenden Diebstahl unserer Traktoren zu tun haben. Vermutlich haben sie sich schon mal umgesehen, was noch so bei uns zu holen ist.“ Sein Eigentum soll Wilisch im Laufe der Woche aus Polen zurückbekommen. Allerdings: Einer der Traktoren blieb auch gestern verschwunden.

In der polnischen Grenzstadt Swinemünde, wo die Polizei zwei mutmaßliche Täter fasste, wurde der dreiste Diebeszug gestern verurteilt. Zugleich verwies man darauf, dass die gefassten Männer keine Einwohner von Swinemünde seien.

Das ist schon beunruhigend, da wird man sehr sensibel.“Grit Heitmann,
Agrar GmbH Neu Boltenhagen



Sven Jeske

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