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Ostvorpommern Trotz Blitzer schneller durch Griebenow
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Trotz Blitzer schneller durch Griebenow
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00:05 06.05.2016
Die Bedarfsampel ist seit Mittwochnachmittag in Betrieb. Quelle: Fotos: Kai Lachmann
Griebenow

Autofahrer aufgepasst: In Griebenow ist seit Mittwoch die neue Bedarfsampel in Betrieb. Für die Einwohner sei sie eine „große Hilfe“, wenn sie die Straße sicher überqueren wollen, meinte Alexander Benkert (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Süderholz. Parteikollege Tobias Lembke ergänzte: „Wir haben einen Reitverein mit 100 Mitgliedern. Die Pferde stehen in dem einen Teil des Dorfes, der Reitplatz ist auf der anderen.“ Auch ältere Bürger hätten es nicht leicht gehabt, etwa mit einem Rollator die zwölf Meter breite Bundesstraße zu überqueren.

Auf dem Weg zur Autobahn wurde eine Bedarfsampel aufgestellt / Tempo 70 statt 50 / Radweg soll kreuzen

Der Blitzer flackert recht viel. Das zeigt, dass er an der richtigen Stelle steht.“Olaf Manzke, Sprecher

Vorpommern-Rügen

Seit 2003 hatten sich Bürger und Lokalpolitiker diese „Lichtsignalanlage“, wie sie im schönsten Amtsdeutsch genannt wird, gewünscht. Mit ihrer Aufstellung gehen auf der B 109 in dem Ort einige Veränderungen einher: Wer von Greifswald aus in Richtung Autobahn fährt, muss ab dem Ende der Umgehungsstraße Levenhagen etwas stärker bremsen — die Geschwindigkeit wurde dort von 80 auf 70 Kilometer pro Stunde herabgesetzt. Dafür wurde das Tempolimit aber „verstetigt“, wie Frank Denker von der Straßenmeisterei Grimmen sagte. Denn auch in Griebenow ist nun 70 erlaubt. Vorher durfte die Tachonadel dort nicht über 50 km/h klettern.

Bei so manchem Auto auf der Gegenfahrbahn tat sie das aber trotzdem, wie die Ergebnisse des Blitzers an der Bushaltestelle bestätigen. „Wir werten nicht einzeln aus, welcher Blitzer im Kreisgebiet wie oft ausgelöst hat“, sagt Olaf Manzke, Sprecher des Landkreises Vorpommern-Rügen, zwar. Aber der „Starenkasten“ flackere recht viel, so sein Eindruck. Zudem konnte er in Erfahrung bringen, dass der bislang schnellste Raser mit 118 Kilometern pro Stunde in der 50-Zone erwischt wurde. „Viele kommen direkt von der Autobahn und haben noch kein Gefühl für das Tempo“, so Manzke. Und obwohl nun 70 statt 50 erlaubt sind, habe der Blitzer schon wieder einige Fotos gemacht.

In den vergangenen Jahren habe der Verkehr stark zugenommen, sagte Alexander Benkert. „2500 Autos fahren heute täglich durch Griebenow.“ Die Ampel — Kosten: 28 000 Euro — sei auch aufgestellt worden, weil an der Stelle künftig ein Radweg queren soll. „Den wünschen sich die Bürger schon seit 1991“, sagt Parteikollege Lembke. Er soll straßenbegleitend von Greifswald entlang der Bundesstraße über Levenhagen und Griebenow bis hinter die Autobahn bis zum Abzweig nach Groß Bisdorf führen. Bislang heißt es, dass die Planfeststellung bald beginnen soll. Aber das heißt es offenbar schon seit Jahren. „Mit Greifswalds Oberbürgermeister Stefan Fassbinder und Levenhagens Bürgermeister habe ich einen Brief an Infrastrukturminister Christian Pegel geschrieben“, so Benkert. Sie wollen wissen, wann es endlich losgeht. Eine Antwort steht bislang noch aus.

Von Kai Lachmann

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