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Überteuerte Flüchtlingsbleibe: Kreis prüft Rückforderungen

Vorpommern-Greifswald Überteuerte Flüchtlingsbleibe: Kreis prüft Rückforderungen

Mit horrenden Mietforderungen gegenüber anerkannten Asylbewerbern sorgte die Arbeiterwohlfahrt Ueckermünde für Schlagzeilen.

Vorpommern-Greifswald. Mit horrenden Mietforderungen gegenüber anerkannten Asylbewerbern sorgte die Arbeiterwohlfahrt Ueckermünde für Schlagzeilen. Für einen Schlafplatz in einem Vier-Bett-Zimmer hatte die Organisation ein Nutzungsentgelt von monatlich fast 600 Euro verlangt (die OZ berichtete). In der Kreisverwaltung löste das Befremden aus. Man wolle nun sicherstellen, dass das gemeinsam mit der Agentur für Arbeit getragene Jobcenter in Pasewalk keine derartigen Verträge mehr akzeptiert, erklärte Verwaltungssprecher Achim Froitzheim. Wie berichtet, hatte die von der Awo geleitete Jugendbegegnungsstätte Plöwen für solch hohe Summen neun Flüchtlingen aus Syrien eine vorübergehende Unterkunft gewährt. Nachdem ihnen von den Behörden das Bleiberecht bestätigt worden war, hätten die Zuwanderer ihre bisherige Sammelunterkunft umgehend verlassen müssen — allerdings hatten sie nicht schnell genug eine eigene Wohnung gefunden. Als Übergangslösung akzeptierten deshalb die Syrer und auch das als Kostenträgerin zuständige Jobcenter in Pasewalk die AWO-Offerte, wobei Heiko Miraß als Geschäftsführer der Greifswalder Agentur für Arbeit noch immer „einigermaßen irritiert“ ist von der Miethöhe: „Da kommen wir auf Quadratmeter-Preise, die jenseits von Gut und Böse sind.“ Zum Vergleich: Während die Flüchtlinge für ihren Platz in einem 24-Quadratmeter-Zimmer jeweils 590,60 Euro zahlen mussten, gilt für alleinstehende Hartz IV-Empfänger im Bereich Pasewalk eine Miet-Obergrenze von 264,06 Euro — für eine eigene 45-Quadratmeter-Wohnung. Angesichts dieser Differenz will Kreis-Sprecher Froitzheim Rückforderungen gegenüber der AWO und ihrer Jugendbegegnungsstätte nach wie vor nicht ausschließen — eine Option, die auch Agentur-Chef Miraß begrüßt. Andererseits sieht der Kreis seine Handlungsfähigkeit angesichts der knappen Raumkapazitäten zur Unterbringung von Asylbewerbern als begrenzt an: „Wir wollen uns nicht mit Trägern sozialer Leistungen überwerfen“, erklärte Froitzheim.

Von Siegfried Denzel

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