Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ostvorpommern Wald wird zur Müllkippe
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Wald wird zur Müllkippe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:20 21.04.2017
Im Karriner Wald am Ortseingang von Kröslin hatten Unbekannte jede Menge Müll in den Wald gekippt. Quelle: Foto: Peter Machule

Zerkleinerte Mauersteine, leere Farbkübel, notdürftig verschlossene Müllbeutel, leere Tetrapacks, zahllose Plastetüten und Verpackungen, benutzte Kinderwindeln, leere Metallbehälter mit Resten von Hydrauliköl und weiterer Unrat – all das wurde in den vergangenen Wochen in den Karriner Wald, in unmittelbarer Nähe zur stark frequentierten Landesstraße 262 zwischen Kröslin und Wolgast gekippt. Kröslins Bürgermeister ließ den Müll nun von Gemeindearbeitern abfahren.

Landkreis musste im Vorjahr knapp 500 Anzeigen wegen illegaler Entsorgung von Unrat aufnehmen

„Immer wieder werden dem Ordnungsamt illegale Müllhalden im Wald und an Straßenrändern aufgezeigt. Im vergangenen Jahr hatten wir ein riesiges Problem im Wald von Kräpelin an der K 22. Von Gartenmöbeln, Schränken, Autoreifen, alten Lampen, einem Kühlschrank bis hin zu Matratzen, Bettzeug und Bauschutt war alles dabei“, schildert Astrid Holzhüter, Verwaltungschefin des Amtes Lubmin.

Dabei könne jeder Bürger beim Landkreis kostenlos die Abholung des Sperrmülls beantragen, sagt sie. „Es ist unverantwortlich, der Natur so zu schaden“, sagt Holzhüter.

Beim Landkreis Vorpommern- Greifswald kennt man das Problem: 2016 wurden insgesamt 493 illegale Müllentsorgungen angezeigt, wobei in 167 Fällen die Verursacher ermittelt und bestraft werden konnten.

Im Jahr zuvor waren es 514 illegale Müllentsorgungen, 174 Verursacher wurden abgestraft. „Bei diesen Müllentsorgungen handelte es sich oftmals um Haus- und Sperrmüll, Bauschutt, Autoreifen, Farbeimer, Kühlschränke, Fernsehgeräte und Sondermüll wie Asbest und Dämmwolle“, erklärt Anke Radlof, Mitarbeiterin der Pressestelle des Landkreises. Es sei meist sehr schwierig, einen Verursacher auszumachen. „Entweder wird jemand beobachtet oder im Müll ist ein Adressaufkleber zu finden“, so Radlof.

Zu den Kosten weiß sie zu berichten, dass diese abhängig von der Art und Menge der abgelagerten Abfälle sind. „Sie können sich auf mehrere hundert bis mehrere tausend Euro belaufen“, so die Landkreismitarbeiterin. Radlof verweist auch auf mögliche Bußgeldverfahren, wenn die Verursacher ermittelt werden können. Werden gefährliche Abfälle abgelagert, etwa Asbestplatten oder mit Schadstoffen behaftetes anderes Baumaterial, könne von der Behörde auch der Verdacht einer Straftat ausgesprochen werden.

Revierförster Hubertus Peters in Spandowerhagen wird immer wieder mit illegalen Müllkippen konfrontiert: „Solcher Frevel muss hart bestraft werden, weil er nicht nottut. Der Landkreis hat bei der kostenlosen Sperrmüllentsorgung hervorragende Regularien.“

Der Karriner Wald und Kräpelin sind leider keine Einzelfälle. Auch Universitätsforstdirektor Wolfgang von Diest kennt das leidige Problem. „In Hanshagen fand vor Ostern ein großer Subbotnik statt, wo der Waldrand entlang der B 109 und der Kreisstraße 20 gesäubert wurde. Allein dort kamen zehn Kubikmeter Müll zusammen“, berichtet er. Von Wodkaflaschen über Plaste und Bauschutt bis hin zu benutzten Rentner-Pampers sei alles dabei gewesen. Als er am Nachmittag erneut dort entlangfuhr, lagen bereits wieder Tüten und Kaffeebecher am Straßenrand. Nicht anders verhält es sich nach Aussage von Forstamtsleiter Felix Adolphi auf Usedom. „An den Parkplätzen entlang der B 110 und B 111 findet man vor allem Flaschen, Kaffeebecher und Verpackungen. Bauschutt, Autoreifen und Kühlschränke werden tiefer in den Wald gefahren und abgekippt.“ Adolphi hat für die Vermüllung der Natur kein Verständnis und hofft, dass immer mehr Bürger genau hinschauen, wer was in den Wald fährt.

Cornelia Meerkatz

In Züssow wird am Sonnabend erstmals ein Flohmarkt von Kindern für Kinder veranstaltet. Organisiert wird er vom Elternverein der örtlichen Kindertagesstätte und der Grundschule.

21.04.2017

Ende März erhielt die Freiwillige Feuerwehr Lubmin einen neuen Mannschaftstransportwagen vom Typ Ford Transit.

20.04.2017

Der Neubrandenburger Unternehmer Gerd von Poblotzki will das Schloss Wrangelsburg vom Energiekonzern EWE kaufen und sanieren. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten nach historischem Vorbild beginnen. Die Gemeinde hat mit ihrem Verzicht auf das Vorkaufsrecht für grünes Licht gesorgt.

20.04.2017
Anzeige