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Zarnekow: Bischof weiht neuen Kirchentreffpunkt ein

Zarnekow Zarnekow: Bischof weiht neuen Kirchentreffpunkt ein

Am 15. September ist es soweit. Die Gemeinde freut sich. Sie hat schon viele Ideen für das schöne Gebäude.

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Der neue Kirchengemeinde-Treffpunkt in Zarnekow.

Quelle: S. Jeske

Zarnekow. - „Zwischendurch habe ich manchmal gedacht, ich lande im Schuldturm,“ sagt Pastorin Renate Moderow und blickt vergnügt auf das neue Kirchgemeindehaus in Zarnekow. Am 15. September will Bischof Hans-Jürgen Abromeit es einweihen. Seit 2011 war das denkmalgeschützte Gebäude zu einem Treffpunkt umgebaut worden. Entstanden sind ein etwa 100 Quadratmeter großer Gemeinderaum mit altem Balkenwerk und integrierter Teeküche. Ein kleinerer Raum mit Kamin für Christenlehre sowie kleinere Zusammenkünfte, dazu Toiletten, Garderobe, ein Abstellraum und eine Dusche.

Das erfolgreiche Projekt hat viele Väter und Mütter. Angefangen mit der früheren Pastorenfamilie Barsch, die im kleinen, aus Holz erbauten Pfarrhaus nur einen, nicht von der Wohnung abgetrennten Gemeinderaum ohne Toilette hatte. Ob die kleine Pfarrstelle auch in Zukunft zu besetzen sein würde, wussten Barschs‘ seinerzeit nicht und brachten deshalb die Idee vom Gemeindetreffpunkt im alten Küsterhaus ins Spiel. Nachfolgerin Pastorin Margret Laudan zog den Löwenanteil der Finanzierungen an Land und erstellte mit einem Architekten die ersten Planungen. Unter Renate Moderow schließlich nahm die Sanierung konkrete Gestalt an. 2011 beräumte sie mit Gemeindegliedern das alte Gebäude. „Da lagerte Holz und Kohle, da waren noch verrostete Geräte und die Tröge des Stalls“, schildert sie.

Bezahlt wurde das Projekt unter anderem mit Erlösen aus Hausverkäufen in Ranzin und Lühmannsdorf, mit Rücklagen der Kirchengemeinde, mit 5000 Euro der Bugenhagenstiftung, mit 75 000 Euro aus dem Kollektenfonds der Union Evangelischer Kirchen und 25 000 Euro des Kirchenkreises.

Mit dem sanierten Haus hat man viel vor. Der Gemeinderaum soll als Winterkirche für die nicht heizbare mittelalterliche Kirche dienen. Dazu hat Architekt Klaus Berge aus Bauer viele Ideen verwirklicht und in ein Fenster, das den Blick auf die Landschaft freigibt, sogar ein auf den ersten Blick nicht sichtbares Kreuz eingebaut.

„Die Gemeinde in Zarnekow ist eine Eventgemeinde,“ sagt Moderow. Der sonntägliche Gottesdienstbesuch halte sich in Grenzen. Um attraktiv zu sein, habe man besondere Ereignisse betont. „Der Plattdeutsche Gottesdienst, der Weltgebetstag oder der modernere @ndere Gottesdienst mit Band finden zahlreiche Interessenten.“ Die meisten Besucher kommen zum Martinsfest und zum Weihnachtsmarkt.

Dafür bietet das Gemeindehaus nun beste Voraussetzungen. Ganz nebenbei soll es Pilgern eine Herberge sein. Die ersten Gruppen waren schon da.

 

R. Neumann

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