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Ostvorpommern Züssow: Erinnerungen an Gerhard Gundermann
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Züssow: Erinnerungen an Gerhard Gundermann
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00:00 06.07.2016

16 Jahre nach seinem Ableben wird im Tagungshotel „Wichernhaus“ in Züssow an den ostdeutschen Liedermacher Gerhard Gundermann (1955-1998) erinnert. Freunde und Weggefährten begeben sich dazu am Sonnabend auf eine musikalische Reise, die in die Vergangenheit führt, aber auch die Gegenwart beleuchtet.

In der DDR galt Gundermann als Sprachrohr der Menschen im Lausitzer Braunkohlerevier. Er wurde häufig kontrovers diskutiert, da einige seiner Texte sich sehr direkt mit den kleineren und größeren Problemen der Menschen im Revier auseinandersetzten. In der wiedervereinigten Bundesrepublik wandte er sich verstärkt dem Umweltschutz zu und äußerte sich kritisch über die soziale Entwicklung im Osten Deutschlands. 1995 wurde bekannt, dass Gundermann über mehrere Jahre für das Ministerium für Staatssicherheit gearbeitet hatte. Der Musiker brachte seine Scham darüber zum Ausdruck, nicht schon eher über die eigene Rolle als Spitzel gesprochen zu haben. Er kommentierte seine Funktion als IM mit den Worten: „Ich sehe mich nicht als Opfer und auch nicht als Täter. Ich habe mich mit der DDR eingelassen – mit wem sonst? – und ich habe ausgeteilt und eingesteckt.“

Gerhard Gundermann auf Spurensuche mit den „Liedgefährten“, 9. Juli, 19 Uhr, Wichernhaus Züssow, Karten auch im „Lichtblick“ Greifswald

OZ

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