Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ostvorpommern Zweckverband geht gegen Angler vor
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Zweckverband geht gegen Angler vor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 03.11.2016

Der Zweckverband „Energie- und Technologiestandort Freesendorf“macht jetzt Ernst und geht gegen Angler vor, die im Industriehafen Lubmin ihrer Leidenschaft frönen.

„Wir haben am Montag die erste Strafanzeige bei der Polizei gestellt, weil immer mehr Angler völlig uneinsichtig sind und eingezäuntes Gelände rechtswidrig betreten“, schildert die Projektleiterin des Zweckverbandes, Anja Wolfgram. Nach ihren Worten ist der eingezäunte Hafenbereich als internationaler Grenzübergang gesichert. „Das Betreten gilt als Hausfriedensbruch und wird als Straftat durch die Behörden geahndet“, macht Wolfgram klar.

Der Industriehafen Lubmin gilt unter Anglern als Geheimtipp. Neben dicken Barschen gibt es hier auch Zander. Geangelt werden darf aber nur noch an der Steinmole zur Marina Lubmin, da das gesamte andere Hafengelände eingezäunt ist, um den Schiffsverkehr nicht zu behindern. „Wir hatten vor einem Jahr schon mal das Problem, haben damals an die Vernunft der Petrijünger appelliert“, so Wolfgram.

Leider würde auch das Einzäunen die Angler nicht davon abhalten, ihrer Leidenschaft in verbotenen Hafenbereichen zu frönen. Das Problem habe sich in den letzten Tagen so ausgeweitet, dass Angler in den Sicherheitsbereich der Hafenanlage eindringen und auch Schiffe betreten, um von dort aus zu angeln. „Das ist eindeutig Hausfriedensbruch und Betreten fremden Eigentums“, stellt sie klar. Am Montag habe sie der Kapitän eines im Hafen liegenden Schiffes informiert, dass am Sonntag ein Angler dort war. Seinen Eimer mit Fisch, die Köderdose und Angelzubehör habe er liegengelassen, als er entdeckt wurde. „Der Mann war unbefugt auf dem Schiff. Wir haben die Polizei gerufen.“ In der Vorwoche sei zudem ein Kapitän eines im Hafen liegenden Schiffes von vier Anglern beleidigt worden, nachdem er auf das Angelverbot hingewiesen habe. Als er dann die Polizei rufen wollte, seien sie geflüchtet.

Da sich die Petrijünger nicht an ab- oder anlegenden Schiffen stören, Verbots- und Hinweisschilder vehement ignorieren und Schiffsbesatzungen verbal bedrohen, handele jetzt der Zweckverband. „Wir stellen bei jedem unbefugten Betreten des eingezäunten Bereiches Strafanzeige. Außerdem läuft unser Sicherheitsdienst verstärkt Streife“, erläutert Anja Wolfgram. Sie bedauert, dass Unverbesserliche die Zunft der Petrijünger derart in Misskredit bringen. „Aber wir müssen für die Sicherheit der Schiffe und ihrer Besatzungen garantieren“, fügt sie an.

Cornelia Meerkatz

Ab 17.30 Uhr ist mit Verkehrsbehinderung zu rechnen

03.11.2016

Wildschweine auf der Fahrbahn haben am Dienstagabend um 20.40 Uhr auf der B 110 zwischen Neetzow und Liepen einen schweren Verkehrsunfall verursacht.

03.11.2016

Veranstaltung in der Mensa des Klinikums

03.11.2016
Anzeige