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Park-Ärger in der Lutherstraße

Greifswald Park-Ärger in der Lutherstraße

Knöllchen werden in Straßenreinigungszeiten verteilt, auch wenn die Kehrmaschine schon durch ist.

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In der Martin-Luther-Straße hat Anwohnerparken Vorrang. Zur Straßenreinigungszeit gibt es eine Stunde ein Halteverbot.

Quelle: eob

Greifswald. Anwohnerparken hat in der Innenstadt Vorrang. Aber auch einen Platz zu finden, das ist nicht leicht. Diese Erfahrung musste auch Nico Röhrdanz machen. Er spricht von „unhaltbaren Zuständen“.

Und zwar, seit die Straßenreinigung in der Martin-Luther- und der Domstraße nicht mehr am selben Tag, dem Montag, stattfindet. Jetzt werde am Montag in der Domstraße und am Mittwoch in der Lutherstraße von 7 bis 8 Uhr gekehrt.

„Als Anwohner versuche ich, schon einen Abend vorher darauf zu achten, in welcher Straße ich parke, um ein frühes Umparken zu verhindern.“ Am 20. August hat das nicht geklappt. Röhrdanz stellte sich extra morgens den Wecker, suchte aber zehn Minuten vergeblich einen Stellplatz. „Die Politesse stand selbstverständlich schon bereit und verteilte fleißig Knöllchen“, berichtet er. „Die Straßenreinigung war ebenfalls recht schnell und mit der Reinigung der Lutherstraße sowie der Querstraße hinterm Dom bereits fertig.“ Röhrdanz berichtet, dass er die Politesse erst vergeblich fragte, wo er sein Auto abstellen könne. Da die Kehrmaschine schon fertig war, wollte er seinen Pkw abstellen — ohne bestraft zu werden. Die Politesse habe diese Möglichkeit verneint. Denn das Halteverbot gelte bis 8 Uhr. Für Röhrdanz völlig unverständlich. Denn bei diesem Verbot ginge es doch um einen Zweck, die Straßenreinigung, meint er.

Das Problem sei derzeit schlimmer als in der Vergangenheit, ergänzt er. Aber seit den Bauarbeiten im Westend der Langen Straße und der Verlegungen der Bushaltestellen gibt es viel weniger Stellplätze, besonders in der Domstraße.

Die Stadt sieht in ihrer Antwort auf die OZ-Anfrage keinen Handlungsbedarf. Die Straßenreinigung am Montag in der Domstraße und am Mittwoch in der Lutherstraße sei grundsätzlich sogar positiv für die Anwohner, schätzt Stadtsprecherin Andrea Reimann ein. „Denn die Bewohner können jetzt jeweils eine der beiden Straßen weiter nutzen.“ Wegen der Bauarbeiten im Westend habe die Stadt eine weitere Parkmöglichkeit geschaffen, die Röhrdanz nutzen könne: Die Busaufstellfläche in der Bahnhofstraße/Ecke Karl-Marx-Platz. „Dort gibt es noch freie Plätze und keine Straßenreinigungszeiten. Der Fußweg beträgt etwa fünf Minuten.“

Die Sprecherin stellt sich hinter die Politesse. Denn egal, ob die Kehrmaschine noch komme oder schon fertig sei — es müsse bestraft werden. Denn in der Zeit von 7 bis 8 Uhr bestehe an den genannten Tagen ein absolutes Halteverbot, das durchzusetzen sei.

„In den zu kontrollierenden Straßenabschnitten ist hierbei der angegebene Zeitraum des absoluten Halteverbots maßgeblich und nicht der Umstand, ob und wann die Straßenreinigung tatsächlich durchgeführt wurde“, heißt es wörtlich seitens der Stadt.

 



eob

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