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Greifswald Parkplatz weg — jetzt sollen alle umdenken
Vorpommern Greifswald Parkplatz weg — jetzt sollen alle umdenken
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00:00 27.03.2014
Die Bäume auf der Fläche des ehemaligen Parkplatzes Museumshafen Süd weichen, weil die WVG dort ein Wohnhaus bauen will. Quelle: Peter Binder

Der Parkplatz Museumshafen Süd an der Brüggstraße ist seit Anfang der Woche Geschichte. Knapp 170 Stellplätze für Pkw in der Innenstadt sind damit weggefallen.

Da ab Ende April die Mitarbeiter des neuen Stadthauses mit ihren Autos in die Innenstadt drängen, will die Stadt nun den Strom der Parkplatzsucher in dem Gebiet besser lenken. Ziel: Autofahrer sollen die freien Kapazitäten auf den kostenpflichtigen Flächen nutzen.

Ein OZ-Leser aus der Kuhstraße hält dieses Ansinnen für unausgegoren. Denn die Autofahrer würden stattdessen auf Anwohnerparkplätze ausweichen: „Das haben sie auch schon gemacht, als der Parkplatz Museumshafen Süd noch offen war. In meiner Straße vor der Tür sind immer alle Plätze belegt — aber nicht von den Leuten, die da tatsächlich wohnen, sondern von Auswärtigen“, so sein Eindruck. „Die Anwohner müssen dann woanders etwas finden. So nimmt der Verkehr zu.“ Es werde höchste Zeit, dass die Stadt etwas dagegen unternehme.

„Eine Schande“, schimpft auch Autofahrerin Sybille Knut, die immer am Museumshafen Süd geparkt hat. „Der Platz ist dicht, aber kein Ausgleich da.“ Denn bis das geplante Parkhaus am Nexöplatz eröffnet, werden noch Jahre vergehen. Sie regt aber auch auf, dass Verwaltungsmitarbeitern, deren Arbeitsplatz demnächst ins Technische Rathaus verlegt wird, schon vor etwa einem halben Jahr Mietparkplätze in der Tiefgarage Rakower Straße angeboten worden sein sollen. „Diese Plätze fehlen dann den ,normalen‘ Menschen.“ Seitens der Stadt heißt es auf Anfrage dazu, dass dort „seit längerer Zeit“ keine neuen Dauerparkerverträge für die Nutzung am Tage mehr ausgegeben worden sind, so Stadtsprecherin Andrea Reimann.

Sie verweist darauf, dass dies aber noch in der Tiefgarage Dompassage möglich sei. Parken dort mehr Leute, entlaste dies die übrigen Plätze. „Diesbezüglich fanden Gespräche mit großen Arbeitgebern der Innenstadt, wie zum Beispiel der Stadtverwaltung und der Diakonie sowie der WVG zur Gewährung von Großkundenrabatten statt“, so Reimann.

Das Parkplatznot für die Innenstadtbewohner bleibe aber bestehen. Die Nachfrage sei einfach höher als das Angebot, so Reimann. Sie verweist auf die Angebote der Greifswalder Parkraumbewirtschaftungsgesellschaft (GPG). Ein Stellplatz in der Tiefgarage am Markt — wochentags von 17 Uhr bis 9 Uhr zuzüglich ganztägig am Wochenende — koste 20 Euro im Monat. „Freie Reserven bei den vorhandenen Parkmöglichkeiten sowie weitere Investitionen in zusätzliche Kapazitäten verursachen immer Kosten.“ Diese müssten auf die Parktarife umgelegt werden.



Kai Lachmann

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