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Greifswald Erinnerung an Besuch auf Greifswalder Insel
Vorpommern Greifswald Erinnerung an Besuch auf Greifswalder Insel
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18:05 12.01.2019
Der Damm und die marode Brücke zur Insel Koos Quelle: Eckhard Oberdörfer
Insel Koos

Die Insel im Greifswalder Bodden ist heute ein Naturschutzgebiet und für Besucher gesperrt. Sie wurde lange landwirtschaftlich genutzt. Im Zweiten Weltkrieg war die Insel Bombenabwurfplatz für die Maschinen des nahen Fliegerhorstes Ladebow, ehe hier ab 1950 Versuchstiere wie Mäuse und Hühner für das Forschungsinstitut auf dem Riems gehalten wurden. Die Mitarbeiter fuhren per Boot zum Koos.

Auf der Insel wurde weiter Landwirtschaft betrieben. OZ-Leser Martin Röder schreibt dazu. „Anfang der 1950er Jahre hatte mich mein Vater zu einem Besuch auf die Insel mitgenommen. Er hatte als Vertreter der staatlichen Versicherung dort zu tun. Es ging per Fahrrad von unserem damaligen Wohnort Neuenkirchen letztlich über Wiesenwege in Richtung Koos. Brücke Fehlanzeige. Es gab für Pferdefuhrwerke eine Furt. Wir mussten nach altem Brauch ,Höl över!’ rufen. Der Inselbauer holte uns daraufhin mit einem Kahn auf die Insel. Er betrieb dort mit seiner Familie eine Landwirtschaft. Strom- und Wasseranschluss gab es nicht. Ich bestaunte darum besonders sein batteriebetriebenes Radio, was mit mehreren großen Trockenbatterien betrieben wurde.“

1970 wurde ein Damm von Groß Karrendorf zum Koos gebaut. Nach der Wende entstand eine Brücke zur Insel, die inzwischen stark reparaturbedürftig ist. Über die Zuständigkeit für das Bauwerk und seine Reparatur wird noch gestritten. Die Insel ist ein Ortsteil der Hansestadt Greifswald. Auf dem Koos sollen künftig Bundesfreiwillige oder junge Leute im freiwilligen ökologischen Jahr wohnen, und sich um die Insel und die Karrendorfer Wiesen kümmern.

Eckhard Oberdörfer

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