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Greifswald Pfeil und Bogen statt Schießeisen
Vorpommern Greifswald Pfeil und Bogen statt Schießeisen
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06:36 06.06.2016
Trendsport Bogenschießen: Schützenvereine wie der Greifswalder erfahren viel Zulauf durch ihn. Quelle: Fotos: Arne Wellnitz

Gewehr war gestern. Pfeil und Bogen dominieren Greifswalds Schützenwesen. Das sei im nunmehr fünften Jahr einem Wandel unterzogen, macht Hendrik Weiher deutlich. Der 54-Jährige leitet den Bogensport beim Schützenverein„Greif“. Jener zählt inzwischen 75 Aktive und damit deutlich mehr als die Abteilungen „Kleinkaliber“ und Luftdruckgewehr. Über die Hälfte aller im Verein trainierenden Frauen, Männer und Kinder eifern Robin Hood nach. Und dabei bleibt es womöglich nicht. Denn die Begeisterung für die wohl älteste Form, ein Ziel anzuvisieren und zu treffen, dauere an, beteuert Weiher.

Das Greifswalder Schützenwesen verändert sich – Die meisten Aktiven nutzen kein Gewehr

Stark aufgestellt

15 000 Schützenvereine gibt es bundesweit.

180 davon sind im Mecklenburg-Vorpommern aktiv. Vertreten werden sie vom Landesschützenverband mit Sitz in Neubrandenburg.

Im Landkreis gibt es weitere Schützenvereine in der Stadt Usedom, in Peenemünde, in den Städten Gützkow, Loitz, Eggesin sowie in Löcknitz und Ferdinandshof.

„Schützenvereine, die den Bogensport außer Acht lassen, leiden inzwischen an Überalterung und Mitgliederschwund“, weiß er. Vereine, die auf sich hielten, seien deshalb gut beraten, sich dem Trend zu öffnen. Der sei durch Historienfilme geradezu befeuert worden. In Greifswald zeigten insbesondere Studenten und Jugendliche ein großes Interesse an Pfeil und Bogen. Der „Greif“ e.V. , schildert Weiher, biete mittlerweile zusätzliche Trainingszeiten an.

Der Wandel im Schützenwesen der Hansestadt war während des diesjährigen Greifswalder Schützenfestes geradezu sichtbar: Viele der Aktiven, die sich am Sonnabend für einen Umzug durch die Stadt auf dem Marktplatz versammelten, trugen weder Uniform, noch den bei solche Anlässen gebräuchlichen Gamsbarthut. Stattdessen kamen sie in einem traditionellen Bogenschützen-Gewand: einer Tunika mit langem Gürtel, weiter Hose und Stiefeln.

Bereits am Freitag hatten die Greifswalder Schützen ihre Besten ermittelt. Statt auf den traditionellen hölzernen Adler zielten sie dazu auf einen hölzernen Greif. Den Wettkampf mit dem Kleinkalibergewehr entschied Heinz-Jürgen Rebschläger (72) für sich. Er darf sich nun Schützenkönig nennen. Kronprinz, also Sieger der Kinder und Jugendlichen, wurde Kilian Engelke (14). Bei den Bogenschützen konnten Stefan Krüger (26) und Moritz Bendler (16) den goldenen Pfeil erringen.

Vereinssprecher Arne Wellnitz bilanzierte das Wochenende durchweg positiv: „Als Veranstalter sind wir mit dem Ablauf des Schützenfestes sehr zufrieden. Gefreut hat uns, dass viele Leute unser Fest besuchten.“

Philipp Baranyai und Sven Jeske

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