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Pflanzen in Nassflächen sollen Wasser reinigen

Greifswald Pflanzen in Nassflächen sollen Wasser reinigen

Greifswalder können drei Jahre lang das Prinzip erforschen / Jetzt werden Standorte gesucht

Greifswald. Geldsegen für Greifswalder Forscher: Dem Verein „Institut für dauerhaft umweltgerechte Entwicklung von Naturräumen der Erde“ (Duene) ist es gelungen, 358 000 Euro von der Europäischen Union, kofinanziert vom Land MV, für ein drei Jahre dauerndes Projekt einzuwerben. Salopp gesagt befasst es sich mit natürlichen Kläranlagen. Landwirtschaftsminsiter Till Backhaus (SPD) überreichte Ende vergangener Woche bei einem Besuch im Botanischen Garten die entsprechenden Unterlagen. „Das Geld wird im Wesentlichen für Personal-, Sach- und Reisekosten benötigt“, sagte ein sichtlich erfreuter Projektkoordinator Henning Holst.

Und darum geht es: Landwirte erhoffen sich einen bestimmten Ernteertrag und bringen entsprechend Dünger auf die Felder aus. Sollte es – wie in diesem Jahr – viel regnen, werden die Nährstoffe nicht von den Pflanzen aufgenommen, sondern in Gewässer geschwemmt, was die Wasserqualität mindert. Hier setzt das Projekt an. „Schilfrohr und bestimmte Gräser nehmen die Nährstoffe sehr gut auf und entziehen sie somit dem Wasser“, erklärte Holst. Da die Pflanzen so gut gediehen, könnten auch Landwirte davon profitieren, „indem sie später das Schilfrohr ernten und für Biogasanlagen verwenden oder etwa für den Hausbau verkaufen“. Schon nach zwei Jahren könnten die ersten Erträge erzielt werden.

Holst und sein Team wollen sich nun nach geeigneten Flächen umschauen, auf denen das Prinzip des Pflanzenanbaus in künstlich angelegten Nassflächen erprobt und analysiert wird. Sogenannte „Constructed Wetlands“ sind nichts Neues. „In Schweden gibt es hunderte davon“, berichtete Holst. Allerdings seien die Ergebnisse aufgrund unterschiedlicher Klimabedingungen nicht mit Verhältnissen in Mecklenburg-Vorpommern vergleichbar. Deshalb seien auch die Ergebnisse, die das Duene-Projekt liefert, nicht auf andere Regionen in Deutschland, etwa im Süden, übertragbar.

Kai Lachmann

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