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Greifswald Platz der Fragezeichen
Vorpommern Greifswald Platz der Fragezeichen
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00:00 02.09.2013

Dieser Tage habe ich mal wieder gemerkt, dass schon einige der „Neuen“, also Erstsemester, in Greifswald angekommen sind. In der Nähe der Mensa am Schießwall wurde ich gefragt, wo denn bitte die Bushaltestelle „Platz der Freiheit“ wäre. Nach fast zwei Jahren in der Hansestadt habe ich doch tatsächlich kurz gezögert. Wahrscheinlich, weil dieser Ort im Greifswalder Volksmund einfach nur „Europakreuzung“ genannt wird.

Aber warum eigentlich? Es ist ja nicht so, dass die Straßen, die zur Kreuzung führen, Stockholmer, Rigaer oder Londoner Straße heißen würden. In Wirklichkeit sind die Straßennamen herzlich unspektakulär und weisen zum Teil nur die Richtung in umliegende Städte. Hm, ob sich die Einwohner mit dieser Namensgebung womöglich etwas weltmännischen Charme verleihen wollten? Wobei: Goethestraße und Hansering klingen zwar ganz okay, versprühen aber höchstens im Ansatz so etwas wie kosmopolitisches Flair. Und Lange Reihe schon mal gar nicht.

Oder war vielleicht einfach nur der eigentliche Name zu umständlich und man wollte sich etwas Griffigeres ausdenken? Wobei Platz der Freiheit doch eigentlich ganz gut ganz klingt... Und vielleicht wird er ja sogar irgendwann mal zum Platz der Diagonalquerung. Das wäre zwar alles andere als kurz und knackig und klingt auch nicht nach weiter Welt, hätte aber einen eindeutigen und aktuellen Bezug. Warten wir‘s ab.

Wo ich so am überlegen bin, sehe ich das ratlos fragende Gesicht wieder vor mir, das Mädchen, das mich erst darüber zum Nachdenken gebracht hat. „Der Platz der Freiheit ist gleich da vorne“, zeige ich ihr, „aber nur zur Info, der heißt eigentlich Europakreuzung. Aber frag mich bitte nicht, warum!“

Jessica Barth (27) studiert

in Greifswald Politikwissen-

schaft und arbeitet als

freie Mitarbeiterin der

OSTSEE-ZEITUNG.

OZ

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