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Greifswald Politik uneins über Förderung des Stadtsportbundes
Vorpommern Greifswald Politik uneins über Förderung des Stadtsportbundes
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00:05 08.02.2017

Der seit Monaten schwelende Konflikt um die Schaffung einer hauptamtlichen Stelle beim Stadtsportbund Greifswald wird vermutlich in der Bürgerschaftssitzung am 27. Februar ein Ende finden.

„Ich werde eine entsprechende Beschlussvorlage einbringen und hoffen, dass wir eine Mehrheit erzielen“, sagt Mignon Schwenke (Linke), Vorsitzende des Sport- und Sozialausschusses. Das Gremium hatte sich zuletzt mehrheitlich dafür ausgesprochen, dem Sportbund aus dem städtischen Haushalt 20000 Euro für die Finanzierung einer halben Stelle zukommen zu lassen. „Die Person soll als Sprachrohr gegenüber der Verwaltung und innerhalb der politischen Gremien agieren. Sie soll an der Sportentwicklungskonzeption mitarbeiten und helfen, große Events, die die Stadt betreffen, vorzubereiten“, begründet Schwenke den Vorschlag ihrer Fraktion. Viele Vereine, so Schwenke, würden diese Förderung begrüßen.

Der Finanzausschuss der Bürgerschaft kann diesen Argumenten nicht folgen. Zumindest lehnte eine knappe Mehrheit (sieben Nein-, sechs Ja-Stimmen, zwei Enthaltungen) das Ansinnen auf der jüngsten Sitzung ab. „Der Stadtsportbund ist weder gegenüber dem Landessportbund noch dem Kreissportbund legitimiert. Welche Funktion soll er haben“, fragt Finanzausschussvorsitzender Thomas Mundt (CDU) und lehnt den Zuschuss deshalb ab. Zudem erfordere die angespannte Haushaltslage ein kritisches Hinterfragen aller Ausgaben.

Sein Parteifreund Walter Noack sieht das ähnlich: „Wir haben nichts gegen den Sport“, betont er, „aber wir müssen uns angesichts der großen Investitionen, die wir in der Stadt auf den Weg gebracht haben, jetzt fragen, was überhaupt noch geht und was nicht.“

Erst im Oktober hatte der Hauptausschuss der Bürgerschaft entschieden, dem Stadtsportbund Büroräume im Volksstadion mietfrei zur Verfügung zu stellen. Sie werden derzeit nicht genutzt, da es keinen hauptamtlichen Mitarbeiter gibt. Bis September wurden die Räume vom Kreissportbund genutzt, der seinen Sitz mittlerweile in Anklam hat.

ph

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