Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Alles beim Alten: Pachten für Kleingärten steigen nicht

Greifswald Alles beim Alten: Pachten für Kleingärten steigen nicht

Beschluss vom Mai ist ungültig / Mehrheit für SPD-Antrag gegen Erhöhung

Voriger Artikel
Immer mehr Menschen im Kreis brauchen Hilfe
Nächster Artikel
Steuert die AfD weiter nach rechts?

Lothar Breuhahn ist erleichtert, dass die Pachterhöhungen für Kleingärten vom Tisch sind. Der Rentner hat seine Parzelle in der Gartensparte Nord in Ladebow seit 1980.

Quelle: Foto: Peter Binder

Greifswald. Die Pachterhöhungen für Kleingärten sind vom Tisch. Die Bürgerschaft hat am Donnerstagabend mit deutlicher Mehrheit beschlossen, dass alles beim Alten bleibt.

OZ-Bild

Beschluss vom Mai ist ungültig / Mehrheit für SPD-Antrag gegen Erhöhung

Zur Bildergalerie

Hierfür hatten sich besonders die Fraktionen der CDU und der SPD eingesetzt.

CDU-Fraktionschef Axel Hochschild betont die große Leistung der Kleingärtner für die Stadt, die grüne Oasen schaffen, nachhaltigen Anbau ohne Pestizide betreiben und ein gutes Vorbild für nachbarschaftliches Miteinander sind. Er weist außerdem auf die hohen finanziellen Belastungen für Kleingärtner hin. „Wer eine Anlage zur Abwasserbeseitigung fachlich vernünftig einbauen lässt, ist schnell bei Kosten von 1000 Euro“, sagt Hochschild, der selbst Parzellenbesitzer ist. Auch die elektrischen Anlagen seien teilweise aus DDR-Zeiten, was demnächst zusätzliche Kosten verursacht. Seine Fraktion lehnt jede Erhöhung der Pachten ab und hat sich hierfür bereits seit Mai vehement eingesetzt.

Damals waren die Pachten in einer nicht öffentlichen Sitzung des Hauptausschusses erhöht worden. Demnach hätten die Gebühren ab dem kommenden Jahr um 25 Prozent steigen sollen, in fünf Jahren dann um weitere 25 Prozent. Für einen 450 Quadratmeter großen Garten hätte das statt derzeit 36 Euro jährlich eine Pacht von 48 Euro bedeutet, ab 2023 dann von 62 Euro. Dieser Beschluss vom Mai ist durch ein Votum der Bürgerschaft nun für ungültig erklärt worden. Einer der Initiatoren war Peter Multhauf (Linke). Sein neuer Antrag für eine moderatere Erhöhung der Pachten fiel jedoch durch. Multhauf hatte sich dafür ausgesprochen, dass die Gebühren um 25 Prozent steigen und dafür im Gegenzug auf zehn Jahre festgeschrieben werden.

Stattdessen gab es eine Mehrheit für die Vorlage der SPD. Diese sieht eine Aussetzung der Pachterhöhung vor, bis eine Kleingartenkonzeption entwickelt wurde. Auch danach solle es eine Pachterhöhung lediglich im Einvernehmen mit dem Kreisverband der Gartenfreunde Greifswald geben. „Wir wollen gemeinsam mit den Kleingärtnern eine Lösung finden, die in deren Interesse ist“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Kerath. In der Kleingartenkonzeption soll beispielsweise erarbeitet werden, wie hoch der Leerstand ist und was dagegen getan werden kann. SPD-Bürgerschaftsmitglied Monique Wölk könnte sich Kooperationen mit Kitas oder Schulen vorstellen, die die Parzellen wie früher den Schulgarten bewirtschaften. Denkbar seien auch Gemeinschaftsgärten, wie es sie in Schönwalde bereits vereinzelt gibt.

In der Kleingartenkonzeption soll nach Vorstellungen der SPD auch geregelt werden, dass der Kreisverband der Gartenfreunde Greifswald künftig einen Teil der Pachteinnahmen für dringende Arbeiten erhält. Das ist der ausdrückliche Wunsch des Verbandes. Nach Angaben des Vorsitzenden Wilfried Schneider gebe es derzeit keinerlei Mittel, um Verkehrssicherungspflichten oder Ausbesserungen an Zuwegungen zu finanzieren. Auch die Entsorgung von Grünschnitt, die seit diesem Jahr kostenpflichtig ist, könnte über eine solche Rückvergütung bezahlt werden. Diese war in Höhe von fünf Prozent der Pachteinnahmen bereits in dem Vertrag enthalten, der nun für ungültig erklärt wurde. Damit entgehen dem Verband 2018 Einnahmen in Höhe von etwa 7000 Euro. Axel Hochschild schlägt vor, dem Verband die geforderte Summe zunächst aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung zu stellen. „Wir unterstützen andere gemeinnützige Vereine auch. Die Kleingärtner bekommen bislang gar nichts“, sagt Hochschild.

Katharina Degrassi

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Greifswald
Wir brauchen dringend eine Lösung. Wir haben keine fünf oder sechs Jahre mehr Zeit. Die Grenze ist längst erreicht. Rainer Heiden Schulleiter

An der Friedrichschule fehlen Klassenräume / Platznot nimmt weiter zu

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Politik
Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Verlagshaus Greifswald

Johann-Sebastian-Bach-Str. 32
17489 Greifswald

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
10.00 bis 17.00 Uhr
Freitag
10.00 bis 15.30

Leiterin Lokalredaktion: Katharina Degrassi
Telefon: 0 38 34 / 79 36 74
E-Mail: greifswald@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Themenseite Wendelstein 7-X In der Fusionsanlage des Max-Planck-Instituts in Greifswald wird erforscht, ob sich die Kernfusion zur Energiegewinnung eignet. Hier finden Sie Artikel, Videos und viele weitere Informationen zum Thema.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.