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„Anklam braucht ein neues Krankenhaus“

Anklam/Ducherow „Anklam braucht ein neues Krankenhaus“

Christdemokrat Bernd Schubert will erneut in den Landtag einziehen, um den Vorgesprächen für den Neubau Baupläne folgen zu lassen

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Der Marktplatz von Anklam gehört zu jenen Orten, an denen sich Bernd Schubert besonders wohl fühlt.

Quelle: Cornelia Meerkatz

Anklam/Ducherow. Ein Gespräch mit Bernd Schubert in Anklam oder seiner Heimatgemeinde Ducherow ist schwierig: Er kann kaum einen Satz beenden, ohne dass er nicht von Passanten begrüßt oder gefragt wird. Der Mann ist bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Für den Christdemokraten, der seit 2002 im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern sitzt und seit dieser Zeit in der CDU auch den Arbeitskreis Gesundheit und Soziales leitet, ist sein Bekanntheitsgrad ein Ausdruck für bürgernahes Wirken. „Ich spreche gerne mit den Leuten auf dem Marktplatz oder am Gartenzaun. Da erfahre ich viel Neues“, betont er. Es komme eben auf das Zuhören an.

Ganz sicher auch aus diesem Grund sei er von 2007 bis 2011 Bürgerbeauftragter im Land gewesen. „Eine sehr wichtige Tätigkeit, weil man da ganz nah an den Bürgern dran ist“, meint er. Doch nach fünf Jahren wollte er wieder politisch aktiv sein. „Als Bürgermeister meines Heimatortes Ducherow und als Vorsitzender des Sozialausschusses im Kreistag Vorpommern-Greifswald kann ich viel bewirken“, findet der CDU-Mann. Nun will der studierte Maschinenbauingenieur wieder das Direktmandat für den Landtag in der Stadt Anklam und den Ämtern Anklam-Land, Landhagen sowie Züssow erringen. Warum er wieder im Landtag sitzen muss? „Hier sind noch viele Dinge auf den Weg zu bringen, das geht nur mit Unterstützung des Landes“, antwortet er. Ein Ziel, das er seit Jahren verfolgt und dessen Realisierung „in greifbare Nähe“ rückt, ist der Neubau eines Krankenhauses in Anklam. Die Bausubstanz des jetzigen Krankenhauses sei marode. Und niemand wolle mehr in Fünf- oder Sechsbettzimmern während der Behandlung liegen. „In den kommenden zwei Jahren müssen die Planungen soweit abgeschlossen sein, dass es losgehen kann“, sagt Schubert. Die Vorgespräche im Land und mit dem Betreiber Ameos liefen gut. Großes hat sich der Sozialexperte auch für das Schullandheim in Gützkow auf die Fahnen geschrieben. „Die Einrichtung wird gut genutzt, aber baulich ist das nicht mehr zumutbar. Da muss ein Neubau her“, lautet sein Fazit. Am Klinikstandort Karlsburg will Bernd Schubert das entstehende Innovationszentrum durch die Einbindung des alten Schlosses stärken. „Denkbar wäre, das Schloss als Konferenzzentrum mit Übernachtungsmöglichkeit zu nutzen“, meint er. Optimistisch ist der bekennende Feuerwehrfreund auch bei der Neuanschaffung von Fahrzeugen für die Wehren in Ducherow und Gützkow. „Aber ich muss im Landtag sein“, macht er deutlich. Am Herzen liegt dem 61-jährigen auch das Anklamer Lilienthalcenter. „Jetzt, wo rund um den Anklamer Marktplatz alles hübsch geworden ist, muss der große Leerstand weg“, erläutert er. Die Läden im Erdgeschoss sollten bleiben. „In die oberen Etagen könnte sich die Kreisverwaltung einmieten“, schlägt er vor und hofft auf eine Diskussion dazu.

Biografisches

Bernd Schubert (61) wurde in Anklam geboren. Von Beruf ist er Maschinenbauingenieur. Von 1994 bis 2007 war er Bürgermeister der Gemeinde Ducherow, von 1996 bis 2004 auch Vorsteher des Amtes Ducherow. Von 1999 bis 2007 gehörte er dem Kreistag Ostvorpommern an, wo er seit 2004 Vorsitzender des Sozialausschusses war. Im Landtag ist Schubert seit 2002 vertreten. Im Dezember 2006 wurde er zum Bürgerbeauftragten des Landes MV gewählt. Seit 2014 ist er wieder Bürgermeister in Ducherow und Mitglied des Kreistages Vorpommern-Greifswald.

Bernd Schubert ist verheiratet und hat eine Tochter.

Cornelia Meerkatz

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