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Archiv: Provisorium kostet 188 000 Euro

Greifswald Archiv: Provisorium kostet 188 000 Euro

Der dringend notwendige Neubau ist nicht in Sicht.

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Blick ins Archiv: Ein Teil der Bestände soll verlagert werden.

Quelle: Archiv

Greifswald. Im Juli gab es Entwarnung: Um die in der Arndtstraße 2 vom Schimmelpilz bedrohten Archivalien der Stadt zu sichern und künftig sachgerecht aufzubewahren, suchte die Hansestadt nach einem Ausweichstandort. Mit Erfolg. Ein 110 Quadratmeter großer Raum in der Berufsschule an der Siemensallee soll in Kürze die zum Teil aus dem Mittelalter stammenden Dokumente beherbergen (die OZ berichtete). Und zwar möglichst solange, bis der lang diskutierte und immer wieder von den Kommunalpolitikern verschobene Neubau des Stadtarchivs steht. Für die Zwischenlösung schloss die Stadt mit dem Träger der Berufsschule, dem Landkreis Vorpommern-Greifswald, einen Vertrag bis Ende 2016.

Jetzt legt das Kulturamt die zum Teil geschätzten Kosten für das Provisorium auf den Tisch — und erntet nicht nur Zustimmung. 188 450 Euro wird die zeitweise Unterbringung des Archivguts in der Siemensallee verschlingen. „Das ist nicht gerade eine kleine Lösung“, moniert Thomas Mundt (CDU), Vorsitzender des Finanzausschusses der Bürgerschaft, und lehnt das Vorhaben der Verwaltung ab.

Stefan Fassbinder besitzt als Historiker mehr Verständnis für den Griff ins Stadtsäckel: „Je länger wir noch warten, umso größer wird der Schaden“, gab der Grünen-Fraktionschef in der Ausschusssitzung am Montagabend zu bedenken.

Schon jetzt weisen einige Bestände beziehungsweise die Kartons, in denen sie gelagert werden, laut Stadtarchivar Uwe Kiel Schäden auf. Auch die Regale seien in einem schlechten Zustand, zum Teil kontaminiert. Aus diesem Grund will die Stadt für die Siemensallee eine neue Fahrregalanlage anschaffen, die allein 73 000 Euro koste. „Dieses Eigentum geht aber nicht verloren, kann später in den Neubau des Archivs mitgenommen werden“, warb Andreas Sappelt vom Kulturamt für Zustimmung. Dasselbe treffe auf eine mobile Umluftkühlanlage für gut 12 000 Euro zu, die für den Keller der Goethestraße 2a angeschafft werden soll, wo ebenfalls Dokumente lagern. Den Rest der Summe würden der Ankauf von Kartons, Reinigung und Verpackung der Dokumente sowie die Herrichtung des Raumes und Mietkosten ausmachen, heißt es.

Der Finanzausschuss stimmte dem Verwaltungsvorschlag mehrheitlich zu. Unklar bleibt, wann der Archivneubau kommt. Grobe Schätzungen gehen von fünf bis sechs Millionen Euro aus. Die Bürgerschaft sah dafür bislang keine Finanzierungsmöglichkeit.

 

Petra Hase

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