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Greifswald Bausenator Hochheim geht nach Berlin

CDU-Mann sieht keine Mehrheit für seine Wiederwahl in der Bürgerschaft

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Ich wäre sehr gern über 2018 hinaus in Greifswald als Bausenator geblieben.Jörg Hochheim, Vize-OB

Greifswald. Am Dienstag um 23 Uhr hat sich Jörg Hochheim (CDU) entschieden. Der Bausenator geht nach 23 Jahren im Greifswalder Rathaus nach Berlin. Er wird die Landesvertretung von MV in Berlin leiten und ist zugleich Stellvertreter der Bevollmächtigten des Landes beim Bund, Pirko Kristin Zinnow (SPD). „Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben“, so Hochheim. Er gehe davon aus, dass er zum 1. Januar 2017 sein neues Amt antreten könne. Vor Hochheim hatte in diesem Jahr bereits ein anderer CDU-Mann, Chefkämmerer Dietger Wille, das Rathaus verlassen.

„Ich wäre sehr gern in Greifswald geblieben, um unsere nächsten großen Vorhaben wie den Bau des Stadtarchivs und der Fischerschule bis zur Fertigstellung zu begleiten“, sagt Hochheim. Aber genau dafür sehe er wenig Chancen. Hochheims Amtszeit endet am 30. September 2018. Ein Bausenator wird von der Bürgerschaft gewählt. „Ich habe mit den Partnern des Bündnisses, das Herrn Fassbinder bei der OB-Wahl 2015 unterstützte, gesprochen“, berichtet Hochheim. Das waren Linke, SPD, Grüne und Piraten. Bei diesen Gesprächen habe er nicht den Eindruck gewonnen, dass er mit seiner Wiederwahl rechnen könne. Hochheim hält es für wahrscheinlich, dass es trotz aller Dementis beim Zustandekommen des Bündnisses gegen ihn als CDU-Kandidaten und für den Grünen-Mann Fassbinder bei der OB-Wahl 2015 einen Deal gab: Birgit Socher (Linke) löst Egbert Liskow (CDU) als Bürgerschaftspräsidentin ab. Das ist erfolgt. Teil zwei des Deals: Die SPD stellt den neuen Bausenator, wahrscheinlich den Fraktionsvorsitzenden Andreas Kerath.

„Nach Herrn Wille verlässt nun der nächste äußerst fähige Kopf das Rathaus“, kommentiert CDU- Fraktionschef Axel Hochschild. „Nach der Rücknahme seiner Klage gegen die Gültigkeit der OB- Wahl hat Hochheim wohl auf ein Signal vom OB gewartet, dass er auch nach Ablauf seines Vertrages 2018 im Rathaus weiter als Baudezernent tätig sein kann. Dieses Signal ist leider ausgeblieben“, sagt er.

Der OB und Hochheim betonen indes beide, sie hätten gut zusammengearbeitet. „Ich bedaure seinen Weggang, verstehe aber in seiner Situation, dass er etwas anderes sucht“, sagt Fassbinder. Nun müsse schnellstmöglich ein Nachfolger gefunden werden.

In der Stadtpolitik ist das Bedauern über den Fortgang von Jörg Hochheim groß. Es gibt parteiübergreifend Lob und gute Wünsche für den weiteren Weg. Auch Linke, Grüne, SPD und Ex-Piraten, seine Gegner bei der OB-Wahl, bescheinigen ihm eine gute Arbeit. „Er war der richtige Mann am richtigen Ort“, sagt Peter Multhauf (Linke), er hätte sich persönlich sehr gut vorstellen können, Hochheim 2018 erneut zu wählen.

Linken-Fraktionsvorsitzender Jörn Kasbohm meint zwar auch, dass Hochheim große Fußstapfen hinterlässt, aber: „Herr Hochheim wollte langfristig eine Zusage als weiterer Beigeordneter haben. Das geht gar nicht. Wir können nicht ein Wahlergebnis vorwegnehmen.“ Ähnlich äußern sich SPD- Fraktionschef Andreas Kerath und Ex-Pirat Milos Rodatos. „Mit mir hat er nicht gesprochen“, setzt Grünen-Fraktionschef Alexander Krüger hinzu.Einen Deal vor der OB- Wahl habe es nicht gegeben. „Es war keine Bedingung für die Unterstützung von Herrn Dr. Fassbinder, dass ich der Nachfolger von Herrn Hochheim werde“, betont Kerath.

Bürgerschaftspräsidentin Birgit Socher hätte sich von Hochheim mehr Kampf um seinen Posten gewünscht. Es sei sehr schwer, gute Leute zu bekommen, sorgt sie sich um die Nachfolge.

Eckhard Oberdörfer

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