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Greifswald Bekommt Greifswald eine neue Regionalschule?

An der Friedrichschule fehlen Klassenräume / Platznot nimmt weiter zu

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Platznot an der Caspar-David-Friedrich-Schule

Wir brauchen dringend eine Lösung. Wir haben keine fünf oder sechs Jahre mehr Zeit. Die Grenze ist längst erreicht. Rainer Heiden Schulleiter

Greifswald. Die Caspar-David- Friedrich-Schule platzt aus allen Nähten. Vier Klassen haben keinen Klassenraum mehr, mehrere Fachräume mussten in normale Unterrichtsräume umfunktioniert werden. „Wir brauchen dringend eine Lösung“, fordert Schulleiter Rainer Heiden. In die gleiche Kerbe schlägt Erik von Malottki (SPD), Vorsitzender des Bildungsausschusses in der Bürgerschaft: „Wir müssen jetzt handeln.“ Ihm ist nicht klar, warum die Platznot noch nicht nach ganz oben auf der Agenda steht.

 

OZ-Bild

Dort ist das Problem der steigenden Schülerzahlen durchaus bekannt. Die Schulentwicklungsplanung des Landkreises geht von deutlich steigenden Schülerzahlen aus. Auf Grundlage dieser Daten hat die Verwaltung errechnet, dass im kommenden Schuljahr vier weitere Klassenräume an Regional- und Gesamtschulen gebraucht werden. Bis 2027 steigt der Bedarf sogar auf 14 Räume.

Diese Rechnung geht nach Ansicht von Schulleiter Heiden an der Realität vorbei. „Wir sind jetzt schon an der Grenze, nicht erst in fünf bis sechs Jahren“, sagt Heiden. Die Statistik funktioniere im wahren Leben nicht, weil nicht jede Klasse 26 Schüler hat und haben kann. Nach Aussage von Heiden haben 17 Prozent der Schüler an der Friedrichschule einen sonderpädagogischen Förderbedarf. Das macht erforderlich, dass ein Inklusionshelfer als zweiter Lehrer mit in der Klasse ist oder kleinere Lerngruppen gebildet werden, um individueller auf die Bedürfnisse der Schüler eingehen zu können.

Wenn regelmäßig eine zusätzliche Person im Klassenraum sein muss, benötigt diese auch einen festen Platz. Schon heute seien die Bedingungen schwierig, um temporäre Lerngruppen anbieten zu können. „Da muss man immer gucken, wann eine Klasse beim Sport ist“, erklärt Heiden.

Er geht sogar von einem deutlich höheren Raumbedarf aus, weil die Rechnung der Stadtverwaltung die Herausforderungen der Inklusion noch nicht bedenkt. Nach den Vorgaben des Landes soll diese in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Heißt: Verhaltensauffällige und behinderte Schüler werden in Regelklassen integriert. „Wie soll das gehen, wenn ich jetzt schon keine Förderräume mehr habe“, fragt Heiden.

Ein Vorschlag der Stadtverwaltung ist ein Erweiterungsbau an der Friedrichschule. Dieser könnte am Standort der alten Turnhalle entstehen. Derzeit wird eine neue Halle gebaut, die auch als Schul- Aula fungieren soll. Bislang war vorgesehen, die alte Halle abzureißen. Mehrere Vereine fordern nun, die alte Halle stehen zu lassen, damit sie ihren Sportlern genutzt werden kann. Aus der Sicht Heidens ist der Anbau jedoch zwingend erforderlich. Allerdings nicht, um die Kapazitäten zu erweitern, wie es sich die Verwaltung vorstellt, sondern um mit den jetzigen Kapazitäten im Zeitalter der Inklusion vernünftig arbeiten zu können.

Als zweite Variante schlägt die Verwaltung den Bau einer vierten Regional- oder Gesamtschule in Greifswald vor. Hierfür sind zwei Standorte im Rennen. Denkbar wäre die Nutzung der Beruflichen Schule in der Hans-Beimler-Straße. Diese gehört dem Kreis, der am Standort Siemensallee neu bauen möchte. „Die Pläne sind noch nicht konkret. Wir wissen also gar nicht, ob die Schule zur Verfügung steht, wenn wir dringend Räume brauchen“, gibt Erik von Malottki zu bedenken. Ins Spiel bringt die Stadtverwaltung außerdem das Gebäude der Pestalozzi-Förderschule, das nach Schließung der Schule frei wird.

Das Haus ist baulich allerdings in schlechtem Zustand. Von Malottki spricht sich daher dafür aus, eine neue Regionalschule direkt neben der geplanten Grundschule an der Verlängerten Scharnhorststraße zu errichten.

Dicht an dicht über den Erntedankmarkt

Riesiger Andrang gestern in der Greifswalder Innenstadt: Seit dem Mittag schlenderten Tausende Menschen über den Erntedankmarkt auf dem Marktplatz und durch die Einkaufsmeile. Die Geschäfte hatten zum Herbstshopping geöffnet. Am Schmuckstand Strandgut des Greifswalders Ingmar Dethloff suchten (im Bild von links) Peggy Putzier aus Neubrandenburg, Sylvia Wörbel aus Kemnitzerhagen, Jutta Köpke und Roswitha Türk aus Greifswald nach schönen Kleinigkeiten. Besonders groß sei das Interesse an den Holzuhren, sagt Dethloff, der sehr zufrieden über die vielen Besucher ist. Zwischen Zentrum und Elisenpark – wo die Geschäfte ebenfalls geöffnet hatten – gab es einen Shuttlebus. FOTO: KATHARINA DEGRASSI

Katharina Degrassi

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