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CDU-Basis in Vorpommern attackiert Landesspitze

Greifswald CDU-Basis in Vorpommern attackiert Landesspitze

Nach dem schwachen Ergebnis bei der Landtagswahl fordern mehrere Mitglieder
personelle Konsequenzen und einen Wechsel der Partei in die Opposition. Beim Kreisparteitag der CDU in Anklam am Freitagabend kochen die Emotionen hoch.

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Keine Koalition um jeden Preis: CDU-Politik müsse im Koalitionsvertrag mit der SPD erkennbar sein, fordert Egbert Liskow, Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Vorpommern-Greifswald.

Quelle: Kai Lachmann

Greifswald. An der CDU-Basis im Land brodelt es gewaltig. Nach dem schlechten Abschneiden der Christdemokraten bei der Landtagswahl am 4. September fordern mehrere Mitglieder personelle Konsequenzen. Einer von ihnen ist Joachim Hauswald, Ortsvorsitzender der CDU Weitenhagen. „Wir erwarten, dass unsere Zweifel am Landesvorsitzenden und Vorstand zugelassen werden“, sagt Hauswald.

Am Freitagabend stellte sich die Landesspitze der geballten Kritik der CDU-Basis beim Kreisparteitag in Anklam. Aus Schwerin kamen der Landeschef und bisherige Innenminister Lorenz Caffier, Wirtschaftsminister Harry Glawe und CDU-Fraktionschef Vincent Kokert. Die Veranstaltung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Mehrere Journalisten wurden gebeten, den Saal zu verlassen. „Das Wahlergebnis ist miserabel. Wir wollen das offen und ungehemmt diskutieren. Wenn die Presse dabei ist, geht das nicht“, erklärt der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Egbert Liskow entschuldigend.

Während die Stimmung im Saal der Begegnungsstätte der Wohnungsgenossenschaft Anklam hochkocht, verlässt ein bekanntes Mitglied der Kreis-CDU verärgert den Raum (Name der OZ bekannt). „Ich habe gerade meinen Austritt aus der Partei erklärt. Dieser Schmusekurs mit der SPD ist furchtbar. Das war doch kein Wahlkampf“, sagt der Mann. Er kritisiert die Kreisgebiets-, Gerichts- und Polizeireform, alle durchgeführt unter Federführung der Christdemokraten. „Die CDU hätte in die Opposition gehen müssen. Jetzt wird alles so weitergehen wie bisher“, schimpft er weiter und spielt damit auf die Koalitionsverhandlungen an, die SPD und CDU am kommenden Donnerstag aufnehmen wollen. „Dieses Wahlergebnis ist eine Ohrfeige. So weitermachen, geht nicht“, sagt auch Hauswald.

Katharina Degrassi

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