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CDU setzt zur Bundestagswahl auf jungen Kandidaten

Greifswald CDU setzt zur Bundestagswahl auf jungen Kandidaten

Die Wahl fiel auf Philipp Amthor, angehender Doktorand der Rechtswissenschaft und Vorsitzender der Jungen Union im Landkreis

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Philipp Amthor steht als Kandidat bereit.

Greifswald. Philipp Amthor, angehender Doktorand der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der Uni Greifswald, Mitarbeiter einer renommierten Anwaltskanzlei mit Sitz in Berlin und Hamburg und Vorsitzender der Jungen Union in Vorpommern-Greifswald, soll es bei der CDU richten. Der 24-jährige gebürtige Torgelower wird zur Bundestagswahl im kommenden Jahr als Kandidat für den Wahlkreis 16 – dazu gehört ein Großteil des Landkreises Vorpommern-Greifswald ohne die Hansestadt, Teile des Kreises Mecklenburgische Seenplatte und auch die Stadt Neubrandenburg – gehandelt. Dieses Bundestagsmandat hat seit zwei Wahlperioden Matthias Lietz (63) aus Lubmin inne. Angeregt hat den Generationswechsel das frühere CDU-Bundestagsmitglied Ulrich Adam. Der Greifswalder ist laut einem Schreiben an den Kreisvorstand der CDU mit der Arbeit von Lietz nicht zufrieden, kritisiert insbesondere den aus seiner Sicht zu geringen Einsatz im Bundesverkehrswegeplan für die Ortsumgehung Wolgast und fehlenden Widerstand bei einer möglichen Herabstufung der Peene als Bundeswasserstraße. Adam empfiehlt deshalb dem morgen tagenden CDU-Kreisvorstand, sich auf Amthor als Kandidaten einzuschwören, da dieser gut vernetzt und sehr fleißig sei und dank seiner sicheren Rhetorik in der Diskussion auch der AfD Paroli bieten könne. Mit ihm lasse sich verlorengegangenes Vertrauen der Bürger zurückgewinnen.

Philipp Amthor selbst hat sich mittlerweile an den Gedanken gewöhnt, in die Politik zu wechseln. „Eigentlich wollte ich zunächst weiter wissenschaftlich arbeiten. Eine spätere Karriere in der Wissenschaft wäre denkbar gewesen. Aber da ich von vielen Seiten aus dem CDU-Kreisverband angesprochen wurde, habe ich nachgedacht. Ja, ich stehe für eine Kandidatur zur Verfügung“, sagt er. Er habe nichts zu verlieren und könne völlig unverbraucht und unvoreingenommen an die Arbeit gehen. Dank seines Vorsitzes in der Jungen Union Vorpommern-Greifswald kenne er viele Probleme des Landkreises.

„Ich bin damit bestens vertraut“, betont er. Matthias Lietz ist mit der Entscheidung für Philipp Amthor nicht glücklich: „Ich hätte mir im Vorfeld Gespräche gewünscht“, sagt er. Nun komplett auf jung zu machen, halte er für nicht zielführend, da es gerade auf Bundesebene auch um viele Probleme älterer Menschen gehe, etwa die Rente. Adam hält er entgegen, dass dieser selbst 19 Jahre im Bundestag war und wissen müsse, dass dort nur Mehrheiten zählen. „Wir als kleine Gruppe Abgeordneter aus MV müssen uns diese suchen und deshalb oft auch das große Ganze sehen“, ergänzt er.

Philipp Amthor hat zwar Verständnis für Lietz’ Befindlichkeiten, geht aber davon aus, dass morgen im Kreisvorstand die große Mehrheit für ihn stimmt und will danach den breiten Austausch mit der Parteibasis führen. Im Januar 2017 wird es dann einen Nominierungsparteitag geben. Zur Bundestagswahl müsste Amthor dann wohl gegen den SPD-Kandidaten Heiko Miraß (die OZ berichtete) antreten.

Cornelia Meerkatz

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