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Chance für Großgemeinde Landhagen?

Wackerow Chance für Großgemeinde Landhagen?

Wackerow steigt in die Verhandlungen für eine Großgemeinde mit ein. Damit sitzen nun acht von zehn Gemeinden des Amtes Landhagen am Verhandlungstisch. Wackerows Bürgermeister Manfred Hering präferiert nach wie vor die Fusion mit Greifswald.

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Mesekenhagen, Neuenkirchen, Wackerow, Levenhagen, Dersekow, Dargelin, Behrenhoff und Diedrichshagen wollen über eine Großgemeinde Landhagen beraten.

Quelle: OZ

Wackerow. Acht von zehn Gemeinden im Amt Landhagen haben sich dafür ausgesprochen, in Verhandlungen für einen Zusammenschluss zur Großgemeinde Landhagen einzutreten. Die Gemeindevertretungen haben hierzu Beschlüsse gefasst. Mit Spannung war die Entscheidung der Gemeinde Wackerow erwartet worden, die am Mittwoch einstimmig für Verhandlungen votierte. Wackerow berät bereits seit mehreren Monaten mit der Hansestadt Greifswald über eine Fusion. Der Vertragsentwurf liegt vor. „Ich begrüße es, dass Wackerow alle Alternativen prüft, bevor es sich zu einer Fusion mit Greifswald entschließt“, sagt Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne). Die Greifswalder Bürgerschaft sollte ursprünglich im November darüber abstimmen. Der Termin wurde auf Februar verschoben. Bis dahin müsste sich Wackerow entschieden haben, ob es eine Fusion mit der Hansestadt will oder lieber eine Großgemeinde, also den Zusammenschluss aller Gemeinden im Amt. Kein Interesse daran haben Weitenhagen und Hinrichshagen.

Wackerows Bürgermeister Manfred Hering und die Gemeindevertreter gehören zu den Befürwortern einer Fusion mit Greifswald. Mehrere Einwohner drängen nun darauf, auch den anderen Weg zu prüfen: „Wir sind nicht grundsätzlich gegen eine Fusion mit Greifswald“, sagt Ricardo Ladwig während der Gemeindevertretersitzung. Es gebe viel Unsicherheit bei den Bürgern. Die Bedenken seien groß. „Für uns ist von außen nicht nachvollziehbar, warum die Gemeindevertretung zu der Überzeugung gekommen ist, dass die Fusion der beste Weg ist. Wir wünschen uns, dass dieser Prozess transparent gemacht wird.“ Christian Mahnert sagt: „Mir fehlen zum heutigen Zeitpunkt Informationen über Alternativen.“

Bürgermeister Manfred Hering erinnert daran, dass er die Idee einer Großgemeinde bereits im September 2015 forciert hatte, die anderen Gemeinden damals jedoch abgewunken haben. Mittlerweile hat sich der Wind jedoch gedreht. „Der Druck ist jetzt gefühlt einfach größer“, sagt Mesekenhagens Bürgermeister Geert Christoph Seidlein. 

Am Verhandlungstisch sitzen Wackerow, Neuenkirchen, Mesekenhagen, Dargelin, Behrenhoff, Diedrichshagen, Levenhagen und Dersekow. Gegen eine Großgemeinde sprechen sich Hinrichshagen und Weitenhagen aus. „Schöner wäre, wenn sich alle einig sind“, sagt Weichbrodt. Der Weg zur Großgemeinde funktioniere jedoch auch mit acht Partnern.

Wackerows Bürgermeister Hering ist überzeugt, dass am Ende des Verhandlungsprozesses die Vorteile deutlich für Greifswald sprechen werden. Ihm geht es beim Votum für die Verhandlungen zu einer Großgemeinde eher darum, seiner Gemeinde transparent alle Optionen aufzuzeigen. „Wir müssen jetzt endlich vorankommen“, sagt Hering. Angesichts des Schuldenberges von 2,8 Millionen Euro ist die Reform für Wackerow am bittersten nötig.

2013 scheiterte eine Fusion, weil sich im Bürgerentscheid 59,4 Prozent der Wähler dagegen ausgesprochen haben. Große Sorge der Wackerower ist, dass ihre dörfliche Identität durch den Anschluss an Greifswald verlorengeht. Hering hingegen betont, dass in den vergangenen Jahren selbst Geld für Feste fehlte. „Wenn wir zu Greifswald gehören, bekommen wir mehrere tausend Euro Ortsteilbudget pro Jahr. Damit könnten wir endlich mal wieder etwas gestalten“, sagt Hering.

Katharina Degrassi

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