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Denkwerkstatt: Punktlandung für den Sportplatz im Dubnaring

Greifswald Denkwerkstatt: Punktlandung für den Sportplatz im Dubnaring

Jugendliche präsentieren Ideen zum Stadtentwicklungskonzept / Sie wollen Orte, an denen sich jüngere und ältere Menschen gleichermaßen wohlfühlen

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Der Sportplatz im Dubnaring wird in der Pause auch von Schülern der Martinschule genutzt.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Volltreffer für Patricia Mähl und ihre Freunde vom 1. FC Dubben bei der 4. öffentlichen Denkwerkstatt zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK). Die 19-jährige angehende Grafikdesignerin gehört zusammen mit 50 anderen Mitgliedern der vor zwei Jahren gegründeten Fußballinitiative an, die regelmäßig auf dem Sportplatz Dubnaring in Schönwalde I trainiert. „Der Platz ist aber in einem grauenhaften Zustand. Und weil diesmal die Ideen der Jugendlichen und Senioren im Mittelpunkt stehen, haben wir uns Gedanken gemacht, wie der Platz künftig von allen Generationen genutzt werden kann“, sagt sie.

OZ-Bild

Jugendliche präsentieren Ideen zum Stadtentwicklungskonzept / Sie wollen Orte, an denen sich jüngere und ältere Menschen gleichermaßen wohlfühlen

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Vier Denkwerkstätten

In der ersten Denkwerkstatt wurden die Stadtteile analysiert. Die zweite Denkwerkstatt widmete sich dem Thema Wohnen und öffentliche Räume, die dritte den Schulen. Ergebnisse:

http://www.greifswald.de/de/wirtschaft-bauen-verkehr/stadtplanung/informelle-planung/integriertes-stadtentwicklungskonzept-isek/

Alle Ergebnisse fließen in das ISEK Greifswald 2030+ ein. Das Konzept wird im Juli vorgestellt und soll Ende 2016 von der Bürgerschaft beschlossen werden.

Neben der Forderung, die defekten Fangnetze auszutauschen, die Kleinfeldanlage mit Kunstrasen statt mit Beton zu versehen und viele Papierkörbe aufzustellen, kommen eigene Ideen: So ließe es das Areal zu, dass dort — ähnlich dem in Lubmin an der Konzertmuschel — ein Trimm-dich-Pfad mit vielen Sportgeräten steht. „In Lubmin turnen darauf Junge und Alte herum. Das wäre hier auch so“, ist Patricia Mähl überzeugt. Auch die angrenzende Wiese, jetzt nur ein Plätzchen für Hunde und ihre Hinterlassenschaften, sollte überdachte Tische und Bänke bekommen und ein Ort werden, „wo man mit der Familie gerne picknickt“.

Die Vorschläge der Dubben-Mitglieder wurden am Montagabend in der „Schwalbe“ von zwei Herren besonders interessiert verfolgt: Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) und Bausenator Jörg Hochheim (CDU). „Die Stadt plant gerade die Neugestaltung des Sportplatzes und der angrenzenden Flächen. Da kommen solche guten Vorschläge wie gerufen“, sagte Hochheim und sicherte den Jugendlichen zu, mit ihnen in Verbindung zu bleiben.

Doch nicht nur zu Sportplätzen gab es während der Denkwerkstatt Ideen. Die beiden Arbeitsgruppen Senioren und Jugend zeigten auf, wo die Stadt gut aufgestellt ist, wo noch Nachholbedarf besteht. Bei der Diskussion wurde deutlich, dass es in Greifswald viele öffentliche Einrichtungen und Flächen gibt, wo man sich treffen kann. Aber meist sind sie von den jeweiligen Altersgruppen getrennt nutzbar.

Deshalb forderte etwa Gudrun Jäger, die frühere Chefin der Wohnungsbau-Genossenschaft Greifswald, genau wie Yvonne Görs (Linke) vom Stadtjugendring oder Bürgerschaftsmitglied Erik von Malottki (SPD), dass die Stadt mehr verbindende Orte brauche. Einer davon müsste im Ostseeviertel und ähnlich wie das Begegnungszentrum „Schwalbe“ in Schönwalde II aufgebaut sein. Nils Kleemann, Leiter der Montessorischule, gab zu bedenken, dass es in der Stadt Angebote und Treffpunkte für vielerlei Interessen gebe, „nur die Vernetzung fehlt. Da weiß einer nichts vom anderen. Zudem mangelt es an Kommunikation zwischen Jung und Alt“, so sein Eindruck.

Mehrfach geäußert wurde der Wunsch, dass es analog zum Seniorenförderprogramm auch ein solches für die Jugend geben müsse. Gebraucht würden zudem mehr Stellen für die Jugend- und Sozialarbeit. Und:

Orte wie das Volksstadion, das Behindertenforum und auch die Dompassage sollten nicht nur von Vereinen oder bestimmten Gruppen genutzt werden dürfen, sondern von allen — und das möglichst rund um die Uhr. Die ältere Generation dagegen wünscht sich weitere touristische Angebote, die sich vermarkten lassen: Vorschläge dafür waren ein Marktplatz in jedem Stadtteil oder eine Neugestaltung des Rycks in Wieck, ähnlich dem Alten Strom in Warnemünde.

Das Büro für urbane Planung, das die Denkwerkstatt moderierte, will die unterbreiteten Vorschläge ins ISEK einfließen lassen.

Von Cornelia Meerkatz

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