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Kinder und Jugendliche sollen mitreden

Greifswald Kinder und Jugendliche sollen mitreden

Linke wollen Beirat installieren, um junge Generation in Kommunalpolitik einzubeziehen

Greifswald. Die Hansestadt Greifswald soll einen Kinder- und Jugendbeirat erhalten. Dafür wirbt die Linksfraktion in der Bürgerschaft und suchte sich bereits Verbündete:

Sowohl SPD als auch Bündnis 90/ Die Grünen – Forum 17.4 unterstützen den Antrag, über den das Stadtparlament am 20. Februar entscheidet.

„Die Idee ist nicht ganz neu“, räumt Bürgerschaftsmitglied Yvonne Görs (Linke) ein. Bereits 2008 habe es innerhalb des „Zehn-Punkte-Programms für eine familienfreundliche Stadt“ den Beschluss zur Gründung eines Kinder- und Jugendparlaments gegeben. „Dazu ist es leider nie gekommen. Ein Parlament ist für den Anfang vielleicht auch zu viel“, sagt sie. Strukturen müssten wachsen. Ein Beirat, ähnlich dem Frauen- und dem Seniorenbeirat, sei dafür gut geeignet. Wobei Görs dafür plädiert, interessierte Kinder und Jugendliche von Anfang an in den Prozess mit einzubeziehen. „Auch die Satzung sollte von ihnen mitgestaltet werden, begleitet von der Verwaltung, dem Kinderbeauftragten und dem Stadtjugendring“, sagt sie.

In dem Dachverband von 23 Vereinen und Initiativen stößt die Sache auf offene Ohren. „In vielen Städten gibt es ähnliche Projekte. Schwerin, Wismar und Sassnitz haben zum Beispiel Erfahrungen mit Kinder- und Jugendbeiräten“, sagt Tino Höfert, jugendpolitischer Koordinator des Stadtjugendrings. Mit den Akteuren habe es bereits erste Gespräche gegeben. Höfert ist überzeugt davon, dass Kinder und Jugendliche in der Stadt bereit seien, sich in einem solchen Beirat zu engagieren. „In der Vergangenheit gab es schon häufig kommunalpolitische Themen, die sie betrafen. Die Entscheidungen fällten aber nur die Erwachsenen“, sagt er und denkt dabei an das Strandbad, an Graffitiflächen oder die Diskussion um den Sportplatz Dubnaring. „Auf diese Weise entsteht Politikverdrossenheit“, gibt Yvonne Görs zu bedenken. Höfert fügt hinzu: „Demokratie will gelernt sein, muss vermittelt werden. Gibt es einen Beirat, können Jugendliche und Erwachsene auf Augenhöhe miteinander reden. Das hat mit Wertschätzung zu tun.“

In der Ortsteilvertretung Riems fand der Antrag der Linken am Montagabend nur Befürworter. Im Ostseeviertel erhielt die Idee zur gleichen Zeit zwar eine Mehrheit, allerdings gab es auch Zweifel. „Die Schwierigkeit ist, dass Jugendliche solchen Gremien nicht sehr aufgeschlossen gegenüber stehen. Schon die Schülerräte haben Probleme, die Arbeit auf die Reihe zu bekommen“, sagt Ludwig Spring.

Gremienarbeit benötige jedoch Kontinuität, soll dabei etwas herauskommen. „Deshalb sehe ich das als sehr schwierig an“, so Spring.

Höfert indes glaubt fest daran, dass sich motivierte Jugendliche finden. „Es ist ein niedrigschwelliges Angebot. Anderswo funktioniert es auch“. Kommende Woche befasst sich der Jugendausschuss der Bürgerschaft mit diesem Thema.

ph

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