Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 10 ° heiter

Navigation:
„Kultur sollte zur Pflichtaufgabe werden“

Anklam „Kultur sollte zur Pflichtaufgabe werden“

Der Neubrandenburger Holm-Henning Freier ist SPD-Spitzenkandidat für den Bundestag im Wahlkreis 16.

Voriger Artikel
Kreistag kickt Atommüll von der Tagesordnung
Nächster Artikel
Gäste fordern Kampf gegen niedrige Löhne

Streiter für Demokratie und Kultur: Holm-Henning Freier will der Region eine hörbare Stimme in Berlin sein.

Anklam. Das also ist der Wahlkampf. Bis vor wenigen Monaten kannte Holm-Henning Freier ihn nur vom Hörensagen. Inzwischen hat der Bundestagsspitzenkandidat der SPD im Wahlkreis 16 mehr als 100 öffentliche Auftritte hinter sich. „Es ist Stress“, räumt er ein. Selbstgemachter, ließe sich hinzufügen. Schließlich hat sich der Neubrandenburger, der am Sonntag 64 Jahre alt wird, ganz freiwillig darauf eingelassen. Und das, obgleich er es persönlich nicht nötig hätte. „Ich muss durch einen Sitz im Bundestag weder meine Existenz sichern, noch bin ich auf irgendeinen Posten scharf. Dass ich für den Bundestag kandidiere, hat mit dieser Region zu tun und mit meinem zunehmenden Gefühl für die Menschen hier und ihre Lebenslage. Im Vergleich zu anderen Regionen sind wir immer noch hintendran. Ich will der Gegend und ihren Menschen eine Stimme in Berlin geben. Diese Gegend hat mehr Aufmerksamkeit verdient und dass man sich laustark einmischt in den Berliner Chor.“

Es habe nicht zu seiner Lebensplanung gehört, für den Bundestag zu kandidieren, beteuert der Mann. Nun aber ist er mittendrin, im Vorabwahlgeschehen. Klar sei das anstrengend, sagt Holm-Henning Freier.„Aber auf diese Art und Weise komme ich mit so vielen Leuten zusammen und ich lerne Landstriche kennen, in denen ich noch nie war. Das macht auch Spaß.“

Gut 45 000 Stimmen bräuchte er, um auf direktem Wege in höchste deutsche Parlament einzuziehen. Ob es klappt? Freier sagt, er gebe sich alle Mühe. „In meinem Auto liegen immer mindestens 20 Wahlplakate der SPD. Wenn ich dann durch Dörfer fahre und sehe, dass wir dort nicht präsent sind, hänge ich welche auf.“ Der Wahlkampf 2013 sei diesbezüglich bunter. Noch beim letzten hätten Menschen in ländlichen Gegenden darauf verwiesen, dass nur Plakate Rechtsextremer in ihren Orten hingen. „Diesmal ist das anders, wir haben gelernt“, sagt Freier. Die Demokratie liegt ihm am Herzen. Mit anderen gründete er das Aktionsbündnis Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt, das 2012 eine Menschenkette gegen ein NPD-Pressefest bei Pasewalk auf die Beine stellte. Holm-Henning Freier arbeitete viele Jahre im und für den Kultur- und Medienbereich. Bis heute ist er im Vorstand des Neubrandenburger „Latücht — Film & Medien e.V.“, der sich für die Förderung und Entwicklung von Kultur einsetzt. „Ich trete dafür ein, dass die Förderung von Kultur per Grundgesetz zur Pflichtaufgabe erhoben wird, weil sie zur selbstverständlichen Daseinsvorsorge für die Bürger gehören sollte!“ Wenn aber Städte und Gemeinden ihre kulturellen und sozialen Angebote sichern und entwickeln wollten, bräuchten sie auch die finanziellen Mittel dafür. „Durch die vielerorts hohe Verschuldung stehen diese Mittel aber oft nicht mehr ausreichend zur Verfügung. Deshalb begrüße ich es sehr, dass die SPD ein Konzept für die Entschuldung betroffener Kommunen hat.“ jes

Serie

Bundestagswahl

2013

Der Wahlkreis 16 „Mecklenburgische Seenplatte I - Vorpommern-Greifswald II“ ist der zweitgrößte in Deutschland. Er umfasst Usedom und Wolgast, die Ämter Züssow und Lubmin sowie Anklam, Neubrandenburg und Pasewalk.

Die Gegenkandidaten von Holm-Henning Freier sind: Matthias Lietz (CDU), Ralf-Peter Hässelbarth (Die Grünen), Christian Bartelt (FDP), Torsten Koplin (Die Linke), Volker Böhning (Freie Wähler), Uwe Bastian (Piraten), Tino Müller (NPD).

 

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Greifswald
Verlagshaus Greifswald

Johann-Sebastian-Bach-Str. 32
17489 Greifswald

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
10.00 bis 17.00 Uhr
Freitag
10.00 bis 15.30

Leiterin Lokalredaktion: Katharina Degrassi
Telefon: 0 38 34 / 79 36 74
E-Mail: greifswald@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Themenseite Wendelstein 7-X In der Fusionsanlage des Max-Planck-Instituts in Greifswald wird erforscht, ob sich die Kernfusion zur Energiegewinnung eignet. Hier finden Sie Artikel, Videos und viele weitere Informationen zum Thema.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.