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Landkreis erweitert Verwaltung in Greifswald

Greifswald Landkreis erweitert Verwaltung in Greifswald

Umbau des früheren Creativhaus-Hotels kostet zwei Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant / Fertigstellung voraussichtlich Mitte 2018

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Viele Politiker und Behörden- vertreter wohnten der Grundstein- legung bei, darunter auch der frühere Greifswalder Baudezernent Jörg Hochheim (CDU).

Greifswald. Fast sieben Jahre nach der Kreisgebietsreform vollzog der Kreis Vorpommern-Greifswald gestern einen weiteren Schritt zur Zentralisierung seiner Standorte. In der Greifswalder Feldstraße wurde ein symbolischer Grundstein für das neue Verwaltungsgebäude gelegt. Symbolisch – da es das Haus bereits gibt: Es handelt sich um das frühere „Creativhaus-Hotel“ des Bildungszentrums (BiG), das zu den Stadtwerken gehört. Das Haus hatte der Kreis im vorigen Jahr zusammen mit dem zuerst sanierten und seit 2014 genutzten Nachbargebäude für 4,9 Millionen Euro erworben. Nun soll auch das frühere Hotel inklusive des Verbindungsgebäudes umgebaut werden. Kosten: 6,9 Millionen Euro.

OZ-Bild

Umbau des früheren Creativhaus-Hotels kostet zwei Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant / Fertigstellung voraussichtlich Mitte 2018

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Noch im März 2016 veranschlagte die Verwaltung zwei Millionen Euro weniger für den Bau. Dem ging im Dezember 2015 ein entsprechender Kreistagsbeschluss voraus. Nach dem Grundstückskauf im März 2016 hatte Landrätin Barbara Syrbe (Linke) erklärt: „Der geplante Umbau soll keinesfalls das gesetzte Limit von 4,9 Millionen Euro übersteigen.“ Dass es nun erheblich teurer wird, hängt laut Finanzdezernent Dietger Wille (CDU) zum einen mit gestiegenen Baukosten, zum anderen mit der Planung zusammen. „Mit dem Grundstückskauf hatte der Kreis zwar eine Planung für den Umbau miterworben, die die Stadtwerke als früherer Besitzer in Auftrag gegeben hatten“, so Wille, doch die Anforderungen hätten sich geändert. Der Vizelandrat befürchtet gar, „dass der Bau am Ende noch teurer wird“.

Die jüngsten Ausschreibungen seien aus Sicht des Kreises nicht erfolgreich verlaufen.

Nach jetzigem Stand sollen die Arbeiten Ende Juni 2018 abgeschlossen sein. Auf einer Nutzfläche von 4100 Quadratmetern entstehen laut Planer Andreas Lau 123 Arbeitsplätze. Eine Herausforderung bei der Planung sei die Gebäudetiefe von 27 Metern gewesen. Da die Beschäftigten in natürlich beleuchteten Räumen arbeiten sollen, entschied sich das Büro für ein Atrium als Herzstück des Hauses. Das Dach werde dafür geöffnet und mit Glas versehen. Der eingeschossige Verbindungsbau, der etwa 50 Menschen Platz biete, soll für Beratungen dienen. „Dann können hier auch Kreisausschüsse stattfinden“, erklärt Landrätin Syrbe. Bislang mangelt es der Behörde an einem Raum dieser Größe.

Mit der Fertigstellung dieses Bauabschnitts werden mehr als 200 Kreisangestellte in der Feldstraße arbeiten – und damit nahezu alle in Greifswald tätigen Mitarbeiter. Die Standorte in der Loefflerstraße 8 und Stralsunder Straße 5/6 sollen dann aufgegeben werden.

Neben Greifswald unterhält der Kreis mit Pasewalk und Anklam zwei weitere große Standorte. Laut Kreistagsbeschluss sollen die auch langfristig Bestand haben, um die Bürgernähe im drittgrößten Landkreis Deutschlands nicht zu verlieren und den Kreismitarbeitern unnötig lange Arbeitswege zu ersparen. Der Nachbarlandkreis Vorpommern-Rügen ging einen anderen Weg – zentralisierte seine Verwaltung mit nur wenigen Ausnahmen in der Hansestadt Stralsund. In Vorpommern-Greifswald indes bleibt noch einiges zu tun. Zum Jahresende kauft der Kreis für 6,9 Millionen Euro den Gebäudekomplex An der Kürassierkaserne in Pasewalk. „Der Kreistagsbeschluss und die Genehmigung des Landes liegen bereits vor“, so Vizelandrat Wille. Eines der drei Häuser befindet sich bereits im Besitz des Kreises. Für die beiden anderen zahlt er derzeit noch Miete. Ein Kauf sei langfristig wirtschaftlicher.

Um Wirtschaftlichkeit geht es auch bei den Entscheidungen zu Anklam. Die Verwaltung ist dort noch an acht Orten untergebracht. Laut Standortkonzept, das der Kreistag 2016 verabschiedete, wird eine weitere Zentralisierung auf dem Areal Demminer Straße/Leipziger Allee angestrebt. „Dort müssten dann auch Investitionen erfolgen“, sagt Wille. Eine andere Option wäre, den Standort Greifswald stärker auszubauen. „Ich hoffe, dass wir im Herbst zu den Entscheidungen gelangen“, so Wille.

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald

Die Kreisverwaltung von Vorpommern-Greifswald ist dezentral an mehreren Standorten untergebracht. In Greifswald gibt es neben der Feldstraße (derzeit 90 Arbeitsplätze) die Friedrich-Loeffler- Straße 8 (50 Arbeitsplätze) und Stralsunder Straße 5/6 (24 Arbeitsplätze).

In Pasewalk arbeiten ca. 390 Mitarbeiter in einem Gebäudekomplex (3 Häuser) An der Kürassierkaserne 9.

In Anklam gibt es derzeit noch acht Verwaltungsstandorte mit insgesamt 334 Arbeitsplätzen. Davon befinden sich 114 Mitarbeiter in der Leipziger Allee 26 und 112 in der Demminer Straße 71-74.

Petra Hase

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