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Neue Müllgebühr hat Kehrseite: Tausende Bürger zahlen drauf

Greifswald Neue Müllgebühr hat Kehrseite: Tausende Bürger zahlen drauf

Der Kreis will die Abfallentsorgung vereinheitlichen – Greifswalds Wohnungsgesellschaften wurden nicht einbezogen – Am Montag stimmt der Kreistag ab

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Ihre Abfuhr soll mit der neuen Gebührensatzung teurer werden: 240-Liter-Mülltonne und 1100-Liter-Abfallbehälter in Greifswald.

Quelle: Fotos: Peter Binder, Sven Jeske

Greifswald. Am Montag stimmt der Kreistag über neue, einheitliche Müllgebühren für Vorpommern-Greifswald ab. Votiert er für das Regelwerk, müssen Tausende Greifswalder künftig mehr für die Abfuhr „ihrer“ großen Mülltonne bezahlen.

Das Vorgehen des Kreises ist bedauerlich.“Jana Pohl, Sprecherin der WVG

„Die wöchentliche Leerung einer 1100-Liter-Tonne kostet in Greifswald bislang 2185,56 Euro (42,03 Euro je Leerung). Nach der neuen Gebührensatzung des Landkreises wären dann 2301,52 Euro und damit 5,31 Prozent mehr fällig (44,26 Euro je Leerung)“, rechnet Jan Schneidewind, Vorstand der Wohnungsbau-Genossenschaft (WGG), vor. Teurer würde auch die 240-Liter-Tonne, stellt er klar. „Da hätten wir dann eine Kostensteigerung um 22,8 Prozent: von derzeit 11,23 Euro je Leerung auf 13,80 Euro. Macht 133 Euro mehr im Jahr.“

Betroffen sind laut Schneidewind 7000 Haushalte von WGG-Mitgliedern in Schönwalde, im Ostseeviertel und in der Südstadt. Sie würden durch die neue Müllgebührensatzung des Landkreises finanziell stärker belastet.

Auch die Wohnungbau- und Verwaltungsgesellschaft, mit etwa 9700 Wohnungen (vorwiegend in Schönwalde I und II sowie im Ostseeviertel) größter Player auf dem Greifswalder Wohnungsmarkt, rechnet mit einer Preissteigerung, sollte die neue Müllgebührensatzung des Kreises wie geplant am 1. Januar in Kraft treten.

„Es ist bedauerlich, dass mühevoll erarbeitete Entlastungen in der Gesamtmiete auf einen Schlag zunichtegemacht werden“, erklärte WVG-Sprecherin Jana Pohl in einer ersten Reaktion auf die vom Landkreis vorgenommene Gebühren-Neuregelung. Die WVG habe in der Vergangenheit erhebliche Anstrengungen unternommen, die Müllgebühren durch die Einführung eines Müllmanagementsystems in den Griff zu bekommen und so Einspareffekte zu erzielen.

Sowohl bei der WVG als auch bei der WGG fühlt man sich von der Kreisverwaltung übergangen. Die habe einheitliche Gebühren für den Landkreis kalkuliert, ohne die Greifswalder Wohnungsgesellschaften – immerhin die größten ihrer Art im ganzen Kreis – dabei einzubeziehen. „Mit uns hat der Landkreis nicht gesprochen“, beteuert der WGG-Vorstandsvorsitzende Rainer Fehlhaber. Dasselbe verlautet von der WVG: „Zu den Müllgebühren hat es keine Gespräche mit uns gegeben.“

Die Ortsteilvertreter von Schönwalde II werfen dem Landkreis ein „intransparentes Gebaren im Zusammenhang mit der Erstellung einer neuen Müllgebührensatzung“ vor. Auch im Ortsrat Südstadt/Schönwalde I waren die neuen Gebühren ein Thema. „Wir haben uns darauf verständigt, dass wir das Vorgehen des Kreises nicht akzeptieren“, erklärt Ortsratsvorsitzender Peter Multhauf. An die Greifswalder Kreistagsabgeordneten appelliert er, den neuen Müllgebühren am Montag nicht zuzustimmen. Dass sie es nicht tun, bezweifelt er aber. „Schließlich ist so gut wie keiner von denen betroffen.“ Die allermeisten der Abgeordneten würden nicht in einem Neubaublock wohnen und hätten selbst nur eine 60-Liter-Tonne. Die aber soll durch die neue Gebührenregelung des Kreises in Greifswald deutlich billiger werden.

Sven Jeske

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