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Neues Stadthaus für Verwaltung zu klein

Greifswald Neues Stadthaus für Verwaltung zu klein

Nach Goethestraße soll auch Kapaunenstraße Amtssitz bleiben.

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Die Kapaunenstraße war Verwaltungssitz und soll es auch bleiben.

Greifswald. Noch dauern die Arbeiten am neuen Verwaltungssitz der Hansestadt an. Frühestens im April 2014, heißt es aus dem Rathaus, können die Ämter in die alte Post mit ihren drei Neubauten einziehen. Doch schon jetzt ist klar: Nicht für alle städtischen Mitarbeiter gibt es dort, wie vor Jahren geplant, einen Schreibtisch. Ursprünglich sollten 242 Beschäftigte im dem über zwölf Millionen Euro teuren Stadthaus arbeiten. Im April dieses Jahres war dann nur noch von „rund 230“ die Rede. Rückt das große Ziel — die Zentralisierung der Verwaltung am Marktplatz — etwa aus dem Visier der Stadtväter?

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In der alten Post wird fleißig gearbeitet, wie hier Bernhard Spiesecke und Tino Janz von der Fa. Offermann zeigen. Trotzdem musste der Fertigstellungstermin auf Frühjahr 2014 verschoben werden.

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Fakt ist: Das Baudezernat schlägt den Kommunalpolitikern derzeit vor, die zweite Etage der Kapaunenstraße 24 als Verwaltungsstandort zu revitalisieren. Geschätzte Kosten: 100 000 Euro. Damit sollen die Telefon- und Datennetzanlage sowie die Beleuchtung erneuert und Reparaturen an Fenstern, Türen und Bodenbelägen erfolgen. Zur Begründung heißt es, dass auch nach Fertigstellung des Stadthauses „die dort vorhandenen Arbeitsplätze nicht ausreichen, um alle Mitarbeiter unterzubringen“. Laut einer aktuellen Beschlussvorlage für die Bürgerschaft gebe es demnach im Stellenplan 2014 fünf Arbeitsplätze zusätzlich zu besetzen. Auch andere Mitarbeiter, darunter zwei der Stabsstelle Stadtsanierung, sowie Archivmaterial des Ex-Sanierungsträgers BauBeCon seien unterzubringen, berichtet Immobilienverwaltungsamtschef Winfried Kremer. Die Kapaunenstraße 24, in der zuletzt das Kulturamt saß, böte sich dafür an. Zumal frühere Pläne, die im Haus beheimatete Kita „Lütt Matten“

zu erweitern, vom Tisch sind: Der Bedarf sei nicht mehr gegeben.

Dieses Gebäude wäre damit der zweite Verwaltungsstandort, den die Stadt behalten will, obwohl die Zentralisierungspläne noch 2010 anders lauteten. Denn seit Mai dieses Jahres sitzen auch wieder städtische Mitarbeiter — unter anderem die des Kulturamtes — in der Goethestraße 2a. Die Villa wurde 2012 leergezogen, für 100 000 Euro saniert und dem Kreis als Landratssitz angeboten. Der lehnte jedoch ab (die OZ berichtete). Und so blieb das Haus, in dem Platz für rund 25 Beschäftigte ist, bei der Stadt.

Die Folge sind erhebliche Mehrkosten. Denn nicht nur Sanierung und Instandhaltung erfordern den Griff ins Stadtsäckel, sondern auch die laufenden Betriebskosten. Die wollte sich die Verwaltung mit ihrer Zentralisierung eigentlich sparen. Ganz zu schweigen vom geplanten Verkaufserlös der Villa — auch davon ist zurzeit keine Rede mehr.

Heißt unterm Strich: Das Gesamtprojekt Stadthaus wird immer teurer. Die zuletzt von der Bürgerschaft beschlossene Summe von zwölf Millionen Euro dürfte bei weitem nicht ausreichen. Zur Erinnerung:

Beim ersten Entwurf waren es noch sechs, später dann 8,5 und im Frühjahr 2010 schließlich 13,8 Millionen Euro, die einen Baustopp und ein Überdenken der Pläne mit neuer Kostenkalkulation hervorriefen. Auch die verzögerte Fertigstellung des Stadthauses — aus Herbst 2013 wurde Frühjahr 2014 — bleibt nicht folgenlos. Die maroden Verwaltungsstandorte, die längst aufgegeben sein sollten, verschlingen weiter Betriebskosten. Den Finanzausschuss der Bürgerschaft juckt das offenbar wenig: Zumindest stimmte er dem Prüfauftrag zur weiteren Nutzung der Kapaunenstraße 24 ohne Aufschrei zu.

Zentralisierung
Grundgedanke der Zentralisierung war neben mehr Bürgerfreundlichkeit die Einsparung von Kosten: Durch die Aufgabe von zum Teil stark sanierungsbedürftigen Verwaltungshäusern sollten erhebliche Betriebskosten wegfallen. Als die Idee entstand, saßen die Mitarbeiter an 13 verschiedenen Stellen in der Stadt. Dazu gehören u.a. immer noch der Gorzberg, die Gustebiner und die Spiegelsdorfer Wende, die aufgegeben werden sollen. Aber auch die Kapaunenstraße 24 und die Goethestraße 2a sollten wegfallen.

 

 

Petra Hase

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