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Online-Portal sammelt Ideen für eine bessere Stadt

Greifswald Online-Portal sammelt Ideen für eine bessere Stadt

Sollen Vorschläge von der Verwaltung geprüft werden, brauchen sie 15 Unterstützer

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Von 10 bis 18 Uhr ist Radfahren im Schuhhagen verboten. Vorschlag: Es dort ganz verbieten und auf die Fahrradstraße nebenan hinweisen.

Greifswald. Wer ein Anliegen an die Verwaltung hat, kann anrufen, E-Mails oder Briefe schreiben oder persönlich ins Rathaus kommen. Seit dem 3. Februar 2015 gibt es mit dem Online-Portal „Klarschiff“ noch eine Möglichkeit: Auf dieser Internet-Seite der Stadt kann jeder alltägliche Ärgernisse melden.

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Sollen Vorschläge von der Verwaltung geprüft werden, brauchen sie 15 Unterstützer

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Ist die Straßenlaterne kaputt? Tun sich gefährliche Schlaglöcher auf? Stehen große Pfützen auf dem Gehweg? Fast 1000 Hinweisen solcher Art ist die Stadt seit dem Start des Portals nachgegangen. Die gemeldeten Probleme werden ans jeweils zuständige Amt weitergeleitet, geprüft und gegebenenfalls behoben. In der Regel dauere dies wenige Tage, heißt es von der Stadt.

Weil der Zuspruch so groß war, wurde eine weitere Funktion hinzugefügt: eine, die die Bürgerbeteiligung stärken soll. Nun können Greifswalder nicht nur Probleme melden, sondern auch Ideen eintragen, die das Stadtbild und das Leben in Greifswald verbessern könnten. Die Beleuchtung an der Kreuzung Grimmer/Loitzer Straße müsste heller sein, der neu gestaltete Karl-Marx-Platz bräuchte Mülleimer, Vorrang für Radfahrer am Übergang von der Petershagenallee zur Unibibliothek wäre wünschenswert... Damit die Ämter sich eines solchen Vorschlags annehmen, müssen ihn jeweils mindestens 15 weitere Personen auf dem Portal unterstützen. Das hat die Stadtverwaltung festgelegt. Geschafft haben das von rund 30 Ideen bislang fünf. Dazu gehören beispielsweise freies Wlan am Museumshafen und der Wunsch nach einer Beleuchtung in der Straße „Am Gorzberg“. Dazu heißt es nun bei Klarschiff: „Sollte die Bürgerschaft hier positiv entscheiden, wird 2017 Beleuchtung installiert.“

„Klarschiff steigert die Erwartungen der Bevölkerung in unsere Arbeit“, sagte Leila Scheer, die Verantwortliche für das Onlineportal bei der Stadtverwaltung, auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Die Mindestzahl von 15 Unterstützern sei notwendig. „Wir haben ja Aufwand“, begründete sie.

Nach Ansicht von Jürgen Liedtke (CDU), Vorsitzender der Ortsteilvertretung Ostseeviertel, ist die Zahl dagegen zu hoch. „In Rostock sind es 20“, sagte er. Wenn man die Einwohnerzahlen vergleiche, sei die Hürde dort also geringer als in Greifswald. Immerhin hat die Warnowstadt über 200000 Einwohner, mehr als das Dreifache im Vergleich zu Greifswald. Liedtke ist auch gegen die gewünschte Stelle für Beschwerdemanagement in der Greifswalder Verwaltung. „In Rostock gibt es eine solche Stelle“, konterte Scheer. Und das Beschwerdemanagement betreffe ja nicht nur ,Klarschiff’.

Dass die Ideenfunktion in dem Online-Portal noch verbessert werden sollte, meint Ulrich Bittner (Grüne). „Das System ist zu starr. Kategorien fehlen, beispielsweise Vorschläge für Begrünung. Da muss nachjustiert werden.“ Bei der Sitzung wurde auch Bilanz gezogen, was die gemeldeten Probleme angeht. Bei den Ortsteilen hielt das Ostseeviertel (122 Fälle) knapp die Spitze vor der Innenstadt (120) und der Nördlichen Mühlenvorstadt (108). Drei Viertel der Meldungen fallen in die Zuständigkeit des Tiefbau- und Grünflächenamtes.

Allerdings seien viele Meldungen nicht aussagekräftig genug, hieß es. Recherchen und auch die Zusammenarbeit mit anderen Behörden seien nötig. Zum Beispiel, als es einmal um Müll in der Paul-Uhlenhuth-Straße ging. Von dort wurde gemeldet: „Ein Schrottrad hängt seit Wochen auf der Wäscheleine.“ Ergebnis der Prüfung: „Es konnte kein Schrottfahrrad gefunden werden.“ Ohnehin wäre für die Entsorgung seit der Gebietsreform der Kreis zuständig.

Aktuelle Ideen, die auf Unterstützung warten

Noch 15 Unterstützer werden für eine Änderung der Ampelschaltung an der Anklamer Straße in Höhe Martinschule gesucht. Über die Ampeln heißt es: „Sie brauchen sehr lange, bis sie grün werden, viele Leute gehen da schnell bei rot rüber.“

Noch 13 Unterstützer sind für eine Idee für die Straße An der Mühle in Wieck nötig: Der verkehrsberuhigte Bereich sollte durch bauliche Maßnahmen wie Schikanen, Blumenkübel, Aufpflasterungen als solcher durchgesetzt werden. Zudem sollten Bänke aufgestellt werden.

Ebenfalls noch 13 Unterstützer fehlen für eine Idee aus Friedrichshagen: Der Ortsteil bräuchte einen Spielplatz, heißt es. Bisher gebe es in Friedrichshagen keinen.

Noch elf Unterstützer könnte der Vorschlag gebrauchen, in der Domstraße sporadische Kontrollen vorzunehmen. Gerade abends seien dort Autos und Motorräder sehr schnell unterwegs. „Hieraus resultiert eine erhebliche Gefährdung von Kindern der Anwohner sowie Lärmbelästigung“, so die Beschreibung.

• www.klarschiff-hgw.de

Eckhard Oberdörfer und Kai Lachmann

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