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Pleitekreis bündelt Kräfte neu

Anklam Pleitekreis bündelt Kräfte neu

wird zum Finanzzentrum von Vorpommern-Greifswald. Landrätin erhofft sich Einsparungen in Höhe von 615 000 Euro.

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Die Einsparungen machen den Kohl nicht fett, sind aber ein Beitrag.“Barbara Syrbe (58), Landrätin

Anklam. Das neue Standortkonzept des Landkreises Vorpommern-Greifswald steht: Die Hansestadt wird zum Hauptsitz, Anklam zum Finanzzentrum und Pasewalk zum Herzstück des Bau- und Umweltwesens. Das teilte Landrätin Barbara Syrbe (Die Linke) gestern mit. Für die Einwohner soll sich aber nichts ändern: In jeder Stadt bleiben Ansprechpartner für wichtige Ämter wie Jugend, Soziales, Gesundheit oder Tiermedizin. Zudem sind in den früheren Mittelzentren wie Wolgast Bürgerbüros geplant.

Der Landkreis erhofft sich durch die neue Verteilung der Ämter Einsparungen von rund 615 000 Euro. Angesichts einer Schuldenlast von 140 Millionen Euro ist das eher wenig. Zumal in diesem Jahr noch mindestens 25 Millionen Euro hinzukommen. „Die Einsparungen machen den Kohl nicht fett. Sie sind aber ein Beitrag“, betont die Landrätin.

Der Kreis habe viele Varianten durchgespielt. Unter anderem, alle Ämter in Greifswald zu bündeln. Doch das wäre zu teuer geworden. „Wir haben dort keine Gebäude, dadurch müssten wir ankaufen oder mieten. Das würde wieder kosten“, sagt Syrbe. Dennoch ziehen viele Mitarbeiter in die Hansestadt, wenn der Landkreis seinen Hauptsitz im ehemaligen Haus des Bildungszentrums einnimmt. Von derzeit 100 Angestellten steigt die Zahl in Greifswald auf 170.

Am günstigsten wäre es laut Syrbe gewesen, den Hauptsitz nach Anklam zu verlegen. Hier unterhalte der Landkreis allein zehn Standorte, von denen nur zwei angemietet seien. Doch ein kompletter Umzug nach Anklam komme wegen eines Landtags-Beschlusses nicht infrage. In diesem sei Greifswald als Hauptsitz festgelegt worden. Trotzdem wird der Kreis in Anklam mit 350 Mitarbeitern am stärksten vertreten sein. Vorher gab es hier 300 Angestellte. In Pasewalk sinkt die Zahl der Mitarbeiter dagegen von 300 auf 250.

Das Standort-Konzept steht allerdings noch nicht hundertprozentig fest. Grund: Die Sparberater-Firma, die das Innenministerium dem Landkreis an die Seite stellte, hat den Plan noch nicht abgenickt.

Doch auf das Urteil der Gutachter könne die Verwaltung nicht warten. Schließlich stehe schon im Januar der Umzug nach Greifswald an. „Wir können es uns nicht leisten, mit den Mitarbeitern alle naselang durch die Gegend zu ziehen“, betont Syrbe. Der Landkreis gehe daher weiter seinen Weg. Das sei auch so mit dem Ministerium abgesprochen und gelte ebenfalls für das geplante Personalkonzept.

Hier wartet der Kreis noch immer auf das seit Januar zurückgehaltene Gutachten des Landesrechnungshofes (die OZ berichtete).

Auch beim Haushalt für 2014 drängt die Zeit. Syrbe: „Wir haben bald Kommunalwahlen und bis dahin muss alles genehmigt sein. Sonst dauert es ewig, bis sich die Gremien zusammengefunden haben.“

Sein Standortkonzept will der Kreis bis spätestens 2020 umgesetzt haben. Dann soll es in Anklam und in Pasewalk jeweils nur noch einen Anlaufpunkt geben.

770 Arbeitsplätze
Im Landkreis Vorpommern-Greifswald sind 770 Mitarbeiter beschäftigt. 350 davon werden nach dem neuen Standortkonzept in Anklam tätig sein. 170 sollen in Greifswald und 250 in Pasewalk arbeiten. Bei der Erarbeitung achtete die Verwaltung darauf, Mitarbeiter möglichst an ihrem Wohnort zu belassen. So könne nicht nur die Motivation und Zufriedenheit der Angestellten, sondern auch die Nähe zu den Einwohnern gewahrt werden, argumentiert Syrbe. Durch die Verteilung einzelner Ämter auf drei Standorte müssen allerdings die Führungskräfte viel fahren, um die Arbeitsabläufe zu koordinieren.

 

 

André Wornowski

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