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Poller-Posse: Politiker beharren auf Wärter

Greifswald Poller-Posse: Politiker beharren auf Wärter

Die Bürgerschaftsfraktion der Grünen drängt auf eine Wärter-Lösung für die Wiecker Problembrücke.

Greifswald. Die Bürgerschaftsfraktion der Grünen drängt auf eine Wärter-Lösung für die Wiecker Problembrücke. Die Partei will einen Antrag an Oberbürgermeister Arthur König stellen, ein entsprechendes Personal-Modell prüfen zu lassen. Die Wählergemeinschaft Kompetenz für Vorpommern (KfV) unterstützt den Vorstoß. Sie hatte vor kurzem einen Brückenwärter in Uniform ins Gespräch gebracht. KfV-Bürgerschaftsmitglied Frank Hardtke: „Wir würden uns freuen, wenn sich neben den Grünen auch andere politische Gruppierungen unserer Anregung anschließen würden.“

Die Bürgerschaft hatte vor einem Jahr entschieden, für 120 000 Euro den angeblich unkaputtbaren Super-Poller anzuschaffen. Das Ziel: Die unerlaubte Überquerung des historischen Bauwerks sollte verhindert werden. Doch der Schuss ging nach hinten los: Nach fünf Wochen fiel die Technik aus. Dann scheiterten drei Versuche, den Poller wieder zu installieren. Ein Ende der Pannenserie ist nicht in Sicht.

Durch die Strapazen habe nun ein Umdenken eingesetzt, meinen die Grünen. „Auch der Oberbürgermeister ist jetzt in unsere Linie eingeschwenkt und denkt endlich über eine personelle Lösung anstelle der Poller-Posse nach", sagt Grünen-Chef Stefan Fassbinder mit Verweis auf ein OZ-Interview am vergangenen Wochenende.

Kritiker monierten bisher, dass Brückenwärter zu teuer seien. Doch die Grünen und die KfV halten dagegen. „Die Kontrolle berechtigter Überquerung durch Personal ist wirtschaftlich sinnvoller“, betont Hardtke. Für die Kosten-Nutzen-Rechnung solle die Option geprüft werden, die Brücke nicht mehr durchgehend für Autos offen zu halten, sagt Fassbinder. Ähnliches hatte die KfV vor einigen Wochen vorgeschlagen (die OZ berichtete).

Die Grünen haben bereits eine neue Verwendung für den Super-Poller gefunden. Sollte kein Rücktrittsrecht vom Vertrag bestehen, könne der Poller sinnvoll in die Fußgängerzone Knopfstraße zur Loeffler-Straße hin aufgebaut werden. André Wornowski

 

OZ

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