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Prominente Lücke wird geschlossen

Greifswald Prominente Lücke wird geschlossen

An der Ecke Fleischerstraße/Domstraße entsteht neues Gebäude / In der Innenstadt gibt es Licht und Schatten

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Vor über 20 Jahren wurden die Häuser an der Langen Straße abgerissen. Auf einem Teil wollen Greifswalder neu bauen. Fotos (4): Kai Lachmann

Greifswald. Noch 2016 soll die prominent gelegene Baulücke an der Ecke Fleischerstraße/Domstraße geschlossen sein. Das kündigte die Neubrandenburger Steuerberaterin Andrea Bruhn an. Sie hat das Erbbaurecht für das Grundstück erworben und lässt ein Wohn- und Geschäftshaus errichten. „Dass ich hier investiere, ist ein Zufall“, erzählt Andrea Bruhn. „Ich bin oft in Greifswald, habe hier viele Bekannte und Freunde und wurde so auf das Grundstück aufmerksam.“ Bruhn plant die Errichtung dreier Wohnungen und einer kleinen Gewerbeeinheit.

OZ-Bild

An der Ecke Fleischerstraße/Domstraße entsteht neues Gebäude / In der Innenstadt gibt es Licht und Schatten

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Wir hätten gern eine Klinkerfassade gehabt, aber das ging laut Gestaltungssatzung nicht.“Mike Rabenseifner, Architekt

Ihre Architekten arbeiten in unmittelbarer Nachbarschaft im ehemaligen Speicher an der Ecke Baderstraße, dem früheren städtischen Zeughaus. „So ein Eckbau ist immer städtebaulich anspruchsvoll“, erläutert Mike Rabenseifner vom dort ansässigen Büro fmr. „Wir haben für die Gestaltung eine kleine städtebauliche Studie gemacht.“ Während die Häuser an den anderen Ecken drei bis vier Geschosse aufweisen, stehen an der Domstraße niedrigere Bauten mit eineinhalb Geschossen. Dem trägt fmr bei einer modernen Gesamtgestaltung durch wechselnde Höhen Rechnung. Die Ecke selbst werde durch eine Dachterrasse betont. Erd- und Obergeschoss würden leicht zurückgesetzt. „Wir hätten die Fassade gern mit Klinkern gestaltet“, sagt Rabenseifner. Aber das hätte im Widerspruch zur Gestaltungssatzung gestanden. Nun werde es eine Putzfassade, aufgelockert durch Faserzement, geben.

Eine aus städtebaulicher Sicht wünschenswerte Gestaltung der unbebauten Grundstücke neben dem künftigen Neubau an der Domstraße gibt es aktuell nicht. Im Zuge der Schaffung des Technischen Rathauses mit seinen Anbauten wurden hier Parkplätze eingerichtet. Bis 1868 hieß dieser Abschnitt der Domstraße übrigens Packhausstraße, zwischendurch auch Herrendienerstraße — ein Hinweis auf frühere Bewohner. Ein historisches Bild zeigt für den Bereich vor dem Zeughaus kleine Traufenhäuser. Viele Greifswalder werden sich an den Sparkassencontainer erinnern, der nach der Wende dort stand.

Hoffnung für Sorgenkinder

in der Innenstadt

In der Nähe, Ecke Baderstraße, steht ein Denkmalkomplex vor der Sanierung. Das wegen Einsturzgefahr gesperrte Ensemble der ab 1875 errichteten Freiwilligen Feuerwehr soll ein Ort des Zusammenlebens der Generationen werden. Das hat die Erwerberin, die Peter- Warschow-Sammelstiftung, angekündigt (die OZ berichtete).

2016 soll ferner die Sanierung eines der wertvollsten Greifswalder Häuser, Steinbeckerstraße 35, erfolgen. Ende 2014 war der Verkauf an einen neuen Investor geglückt. 2017 wollen zwei Greifswalder eines der „bewaldeten“ Grundstücke an der Ecke Kapaunenstraße/Lange Straße mit einem Wohn- und Geschäftshaus bebauen, Planungen laufen. Die Investoren hatten eines der drei Grundstücke des gescheiterten früheren Greifswalder Immobilienunternehmers Torsten Abs in einer Zwangsversteigerung erworben. Zwangsversteigerungen der anderen beiden, hoch mit Schulden belasteten Flächen in diesem Bereich konnte Abs bisher verhindern. Ihm gehört ebenso die prominente Ruine in der Schützenstraße samt Grundstück. Eine Veränderung ist hier nicht in Sicht.

Enteignung soll Haus

von Sibylla Schwarz retten

Der Besitzer des leer stehenden Hauses Lange Straße 48a habe jetzt ein Planungsbüro beauftragt, ein Sanierungskonzept erarbeiten zu lassen, informiert die Stadt. Wenn eine detaillierte Planung sowie eine Kostenschätzung vorlägen, sei die Abstimmung mit der Denkmalpflege geplant. 2015 hatte die Bürgerschaft beschlossen, die Erfolgaussichten einer Enteigung zu prüfen.

Bei der Baderstraße 2, dem Geburtshaus der Barockdichterin Sibylla Schwarz, ist ein Enteignungsverfahren schon beschlossene Sache (die OZ berichtete).

Von Eckhard Oberdörfer

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